c't 14/2016
S. 60
Test
Profi-Grafikkarte
Aufmacherbild

Kleiner Profi

Nvidia Quadro M2000 für 4K-Mehrschirmbetrieb

Die kompakte Quadro M2000 befeuert bis zu vier 4K-Monitore und spielt auch HEVC-Videos ab – eine gute Voraussetzung zum Betrieb großer Videowände. Überdies hat die Karte genügend Leistung für CAD- und Design-Software.

Workstation-Grafikkarten sind teurer als herkömmliche Varianten, laufen dafür aber mit Treibern, die für Profi-Anwendungen zertifiziert sind und ermöglichen die Ausgabe von bis zu 1,07 Milliarden Farben (10 Bit pro Kanal). Nvidias neue Quadro M2000 (450 Euro) steuert obendrein bis zu vier Monitore gleichzeitig mit 60 Hz an und eignet sich für den professionellen Multimonitorbetrieb. Auf Wunsch fasst der Nvidia-Treiber die angeschlossenen Displays zusammen und gaukelt dem Betriebssystem einen einzelnen Monitor mit Superauflösung vor. Mithilfe der integrierten Rahmen- und Überblendungskorrektur lassen sich so große Videowände realisieren. Dank der modernen Videoeinheit greift die M2000 dem Hauptprozessor bei allen Standard-Videoformaten unter die Arme, inklusive H.264 und HEVC. Nvidia zufolge unterstützt sie HEVC-Videos mit einer Auflösung von bis zu 8192 × 4320 Pixeln.

Die Quadro M2000 fällt sehr kompakt aus: Sie ist knapp 17 cm lang und belegt dank ihres flachen Kühlkörpers nur einen Steckplatz – daher passt sie auch in enge Workstations. Dank des sparsamen Grafikchips aus der Maxwell-Serie kommt sie ohne zusätzliche Netzteil-Stecker aus und speist sich komplett aus dem PCIe-Slot. Unser Testexemplar schluckte im Leerlauf mit bis zu zwei angeschlossenen Bildschirmen 8 Watt (0,3 Sone), im Vierschirmbetrieb bis zu 26 Watt. Setzt man die Quadro M2000 richtig unter Last, verheizt sie bis zu 70 Watt (0,6 Sone).

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