c't 14/2016
S. 37
News
Netze

Kompakter Netzwerk-Rechner

Der Kompakt-PC Lanner FW-7526 soll als Hardware-Grundlage für selbstgebaute Firewalls dienen.

Als Vorlage für selbstgestrickte Firewalls oder VPN-Server bietet Lanner einen lüfterlosen PC im Taschenbuchformat mit externem Netzteil an. Der FW-7526 hat sechs Ports für Gigabit-Ethernet: vier für Kupferkabel (RJ45) und zwei für Glasfaser-Module (SFP).

Beim Prozessor kann man zwischen zwei und vier Kernen wählen (Atom C2358 oder C2518). Beide Prozessoren sind bereits seit gut drei Jahren auf dem Markt, sollten aber für die gedachten Anwendungen völlig ausreichen. Speicherseitig kommen mit einem SODIMM-Modul maximal 16 GByte RAM dazu. Ein Mini-PCIe-Slot nimmt eine Mobilfunk- oder WLAN-Karte auf. Beide CPU-Modelle verschlüsseln in Hardware mit AES-NI (AES New Instructions). Je nach Prozessor kostet das ab August verfügbare Gerät 700 oder 730 Euro. Das Schwestermodell FW-7525 mit vier oder sechs RJ45-Ports und ohne SFP-Slots ist für rund 530 Euro im Handel. (ea@ct.de)

Freiheit für Router-Firmware

Neue Regeln bedrohen offene Router-Firmware. Imagination Technologies schlägt eine Lösung auf Basis virtueller Maschinen vor.

Der Halbleiterentwickler Imagination Technologies hat ein neues Konzept für WLAN-Router vorgeschlagen. Damit reagiert die Firma auf die Forderung der US-Funkregulierungsbehörde FCC, dass Nutzer keine fremde Firmware mehr auf Router aufspielen dürfen. Auch wenn sich diese Sperre in erster Linie auf das WLAN-Modul bezieht, müsste in herkömmlichen Routern die gesamte Firmware abgeriegelt werden, um den FCC-Regeln gerecht zu werden. Das könnte das Aus für das beliebte OpenWRT bedeuten.

Imagination Technologies schlägt ein leistungsfähiges System-on-Chip (SoC) vor, auf dem drei virtuelle Maschinen (VMs) laufen. Zwei von ihnen arbeiten mit OpenWRT, von denen eine ausschließlich das WLAN bedient und nicht veränderbar ist. Die zweite VM beherbergt das restliche Router-Betriebssystem. Beide VMs kommunizieren über ein eigenes Netz miteinander. Die dritte VM ist weitgehend isoliert und soll Software von Fremdherstellern aufnehmen, etwa Apps für IoT-Anwendungen. (apoi@ct.de)

Buntes Flickzeug

Mit dem Delock Reparatur-Kit ersetzt man abgebrochene Clips an RJ45-Steckern.

Tragant vertreibt unter der Marke Delock ein Reparatur-Set, das ein wohlbekanntes Problem lösen kann: Die Rastnase vom LAN-Stecker bricht ab, sodass dieser nicht mehr fest in der Buchse steckt. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn sich das Kabel nur mit großem Aufwand ersetzen lässt, weil es zum Beispiel unter Putz liegt. Das Set von Delock verspricht Abhilfe: Die kleinen bunten Plastikteile schiebt man einfach auf den beschädigten Stecker. Sind diese anschließend zu breit für die Buchse, kann man den hinteren Teil der Clips abbrechen. Dazu hat der Hersteller bereits eine Perforation angebracht.

Die Clips eignen sich ebenfalls, um Stecker farbig zu markieren und so die Übersichtlichkeit zu erleichtern. Das Starter-Kit mit 16 Clips in acht Farben ist für 8 Euro erhältlich.

(apoi@ct.de)

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