c't 14/2016
S. 40
News
Audio/Video, Fitness

Open Music Initiative will Urheberrechtszuordnung vereinfachen

Die Open Music Initiative will die Abgeltung von Nutzungsrechten dramatisch vereinfachen.

Viele Rechteinhaber gehen leer aus, wenn Dritte ihre Musik verwenden. Säumige Anbieter berufen sich oft darauf, dass sie nicht wüssten, wer die Rechteinhaber seien, sodass sie das Geld nicht auszahlen könnten. Eine dezentrale Datenplattform der frisch gegründeten Open Music Initiative (OMI) soll das Problem beseitigen. Sie soll verraten, wer wo welche Rechte an Musikaufnahmen, Kompositionen und Liedtexten hält, um die Abgeltung der Rechte „dramatisch zu vereinfachen“. Um das zu ermöglichen, sollen Standards für Datensammlung, -zusammenführung und -formate ausgearbeitet werden. Schnellere Datenverfügbarkeit könnte neuen Vertragsmodellen den Weg ebnen.

Zu den Gründern der OMI zählen unter anderen die drei großen Major Label (Universal, Warner, Sony), YouTube, Spotify, Pandora, Soundcloud, Netflix, die Musik-Distributoren CD Baby und Tunecore, die US-Verwertungsgesellschaft Harry Fox Agency (HFA), die französische SACEM, diverse Radiosender, IT-Startups, die MIT Media Lab Digital Currency Initiative und das Berklee College of Music’s Institute for Creative Entrepreneurship (BerkleeICE).

Kritik hagelte es bereits von Jeff Price, Mitgründer des Auditing-Dienstleisters Audiam. Laut Price existieren sowohl die Daten als auch die Formate, allerdings hätten Anbieter wie Spotify nie Systeme oder Prozesse für den Erwerb der Lizenzen geschaffen. (ds@ct.de)

VLC Media Player 3.0 soll Chromecast unterstützen

Lange mussten die Anwender des beliebten plattformübergreifenden VLC Media Player auf Unterstützung für Googles Streaming-Technik Cast warten – mit Version 3.0 soll sie nun kommen. Erste Nightlies mit Chromecast-Unterstützung gibt es bisher für Windows (32/64 Bit) und Linux, eine Mac-Version fehlt noch.

Den typischen „Cast“-Knopf, um Inhalte auf den Chromecast-Stick zu schicken, gibt es bislang nicht. Stattdessen muss man den Stick im eigenen Netzwerk im VLC-Menü unter Tools/Renderer Output auswählen.

Bis zur finalen Version von VLC 3.0 dürfte es noch etwas dauern. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Cast-Unterstützung noch recht rudimentär ausfällt. (jkj@ct.de)

Erste Waage mit Angaben zur Herzgesundheit

Cardio Body: Die smarte Waage misst unter anderem die „Pulswellengeschwindigkeit“.

Das französische Unternehmen Withings hat mit „Body Cardio“ nach eigenen Angaben nun das weltweit erste Modell im Sortiment, das auch die „Pulswellengeschwindigkeit“ (PWG) misst. Diese bezieht sich auf die Druckwelle, mit der das Blut durch die Arterien des Organismus fließt.

Die Pulswellengeschwindigkeit lässt unter Berücksichtigung des Alter des Nutzers Rückschlüsse auf dessen Herzgesundheit zu. Ob der persönliche Wert im normalen, optimalen oder gefährdeten Bereich liegt, erfährt der Anwender über die Partner-App „Weathings Health Mate“ auf dem gekoppelten Smartphone oder Tablet (iOS ab 7 oder Android ab 4.3.3) nach den ersten fünf Messungen. Laut Hersteller war die Analyse der PWG bisher nur in klinischen Umgebungen möglich und Personen mit Bluthochdruck oder chronischen Erkrankungen vorbehalten.

Body Cardio ist nur 1,8 cm dick, hat einen flachen Aluminiumboden, eine Oberfläche aus Glas und verzichtet auf Standfüße. Über die Gewichts- und PWG-Messung erfasst Body Cardio die Herzfrequenz des Nutzers und andere Werte der Körperzusammensetzung (Fett, Muskelmasse, Wasseranteil und Knochenmasse). Body Cardio kostet rund 180 Euro und ist im Online-Shop des Herstellers sowie in Apple Stores erhältlich. Ebenfalls neu ist die Waage „Body“ (130 Euro), die lediglich Gewicht und Körperzusammensetzung misst. (nij@ct.de)

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