c't 14/2016
S. 16
News
Fake-Profile bei Lovoo
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Smartphone-Schnappschuss: Zur Razzia beim Dating-Portal Lovoo in Dresden rückte die Polizei mit Maschinenpistolen und Rammbock an. Bild: mopo24/privat

Date mit dem Staatsanwalt

Razzia bei der Flirt-Plattform Lovoo

Am 8. Juni durchsuchten rund 200 Polizeibeamte das Dresdener Unternehmen Lovoo. Es soll seine Nutzer mit Fake-Profilen betrogen haben. Die Ermittlung beruht auf einer Recherche von c’t.

Die Nachricht sorgte nicht nur regional für Aufsehen: Am 8. Juni gegen neun Uhr morgens startete das Landeskriminalamt Sachsen eine konzertierte Razzia rund um das Dresdener Unternehmen Lovoo, das eine große Flirt-Plattform betreibt. In die Firmenzentrale in der Dresdner Seevorstadt rückten bewaffnete Polizisten ein. Parallel liefen Durchsuchungen an anderen Standorten des Unternehmens sowie in mehreren Privatwohnungen – insgesamt 16 Objekte wurden durchsucht.

Gegen alle drei Geschäftsführer lagen Haftbefehle wegen Fluchtgefahr vor. Einer von ihnen stellte sich selbst und durfte gegen 300 000 Euro Kaution wieder gehen. Die beiden anderen mussten sieben Tage in Untersuchungshaft verbringen, bevor sie ebenfalls gegen Zahlung von Kautionen und unter Auflagen freikamen. Insgesamt zwölf Beschuldigten im Alter zwischen 25 und 38 Jahren werde gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen, ließ die Staatsanwaltschaft Dresden später wissen.

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