c't 15/2016
S. 74
Test
Mixed-Reality-Brille
Aufmacherbild

Holodeck auf dem Kopf

Erster Test: Die Mixed-Reality-Brille Microsoft HoloLens

Die Microsoft HoloLens kann realistisch aussehende Objekte in die reale Welt einblenden – und zum Beispiel ein monsterspuckendes Loch in die Bürowand zaubern. Auch wenn die Brille noch nicht ganz ausgereift ist, regt die Technik zum Träumen an.

Mixed-Reality-Brillen wie die Microsoft HoloLens werden unsere Arbeitswelt revolutionieren und irgendwann unseren Alltag komplett umkrempeln, meinen einige Technikexperten. Anstatt aber in Euphorie zu verfallen, reagiert der c’t-Redakteur erst mal skeptisch auf das futuristische Stück Technik: „Was ist das denn für ein Riesenteil?!“, bemerken zwei Kollegen gleichzeitig. Mit über einem halben Kilo (579 Gramm) gehört die Brille nicht zu den Geräten, die man sich gerne auf den Kopf setzt. Zum Vergleich: Die drei Jahre alte Google Glass wog lediglich 43 Gramm. Dafür steckt in der HoloLens deutlich aufwendigere Technik – der wir ausführlich auf den Zahn gefühlt haben.

In ihren Maßen entspricht die Brille grob den aktuellen VR-Brillen, wirkt aber selbst in dieser frühen Entwicklungsphase schicker und futuristischer. Im Inneren befindet sich ein komplettes Windows-10-System. Die Displays vor den Augen werden nach außen von einer leicht getönten Scheibe geschützt. Das eigentliche Gehäuse hat gar keinen Kontakt zum Kopf des Trägers. Stattdessen befindet sich im Gehäusering ein verstellbares Stirnband mit Polstern. Hat man dieses fixiert, kann man den Sitz der Brille unabhängig davon ausrichten. So konnten wir halbwegs angenehm eine normale Brille unter der HoloLens tragen.

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