c't 15/2016
S. 34
News
Technische Software

Erweiterter Befehlssatz für Ares Commander

Mit dem Service-Pack 2 kann Ares Commander Zeichnungsblöcke besser als zuvor maßstabsgerecht einfügen und ersetzen.

Gräbert hat sein CAD-Programm Ares Commander 2016 mit einem zweiten Service-Pack um neue Funktionen erweitert. Zwei neue Kommandos „CONVERTPOLYLINE“ und „COPYLINK“ verknüpfen Ansichten und Linienzüge aus verschiedenen Dokumenten dynamisch über OLE. Dabei wandelt die Software sogenannte Old-Style Polylines in modernere Lightweight Polylines um. Ein Linienzug, bei dem bisher jedes Segment als eigenes Objekt mit kompletten Eigenschaftsdaten und Verknüpfungen zu den Nachbarsegmenten behandelt wurde, wird dann zu einem gemeinsamen Objekt für alle Segmente. Das spart Speicherplatz und ist deutlich schneller zu rendern. Beim Import von Grafik-Elementen geht die Software jetzt besser mit Maßstabs-Anpassungen um, etwa um eine Zeichnung mit Zoll-Angaben in eine mit mm-Angaben zu importieren.

Eine Lizenz für Ares Commander unter Windows, OS X oder Linux kostet 800 Euro oder 250 Euro/Jahr. Darin ist auch eine Lizenz für die Android-App Ares Touch enthalten. Deren Pendant Ares Touch für iOS befindet sich derzeit im Betatest. (hps@ct.de)

Schnellere Metallbearbeitung

Open Mind hat die Werkzeugmaschinen-Steuerungen der Serie Hypermill in Version 2016.2 hinsichtlich ihrer Fähigkeiten zur 5-Achs-Werkzeugführung und zur Hochgeschwindigkeits-Zerspanung (High-Speed-Cutting, HSC) überarbeitet. Das Paket Hypermill Maxx Machining soll Flächen mit kontinuierlichen Krümmungen schneller schlichten können als bisher. Wenn man Fräswerkzeuge mit einer neu entwickelten Form verwendet, soll die Software nämlich zum Erreichen einer bestimmten Rautiefe mit größeren Zeilensprüngen zwischen den einzelnen Werkzeug-Pfaden auskommen.

Flächenbereiche eines Werkstücks, die beim HSC mit einem großen Werkzeug nicht fein genug bearbeitet werden konnten, werden anschließend beim Restmaterialschruppen mit einem kleineren Werkzeug geglättet. Ausgehend von den zuvor angewandten Pfaden optimiert die Hypermill-Software Werkzeugbahnen für diesen Prozess.

In HyperCAD-S lassen sich jetzt ebene Kurven oder Texte ohne Verzerrung auf eine Zylinder- oder Rotationsfläche abwickeln. Mit „Vergleichen und Einfügen“ können Nutzer unterschiedliche Versionen eines CAD-Modells vergleichen und überarbeitete Elemente auswählen, um sie in ein bestehendes Dokument einzufügen. Alle nicht veränderten Geometrien bleiben in Hypermill erhalten. So müssen nur die aktualisierten Bereiche neu programmiert werden. (Ralf Steck/hps@ct.de)

Vuforia Studio erstellt AR-Anwendungen

PTC hat die ursprünglich als „Projekt ThingX“ angekündigte Werkzeugsuite für Augmented-Reality-Anwendungen (AR) jetzt unter dem Namen Vuforia Studio vorgestellt. Laut Hersteller greift sie nahtlos mit der 3D-CAD-Software PTC Creo sowie mit der Internet-of-Things- Plattform ThingWorx ineinander, sodass man vernetzte Produkte um AR-Komponenten ergänzen kann.

Vuforia Studio kombiniert 3D-Objekte aus Creo und anderen gängigen 3D-Modellierungswerkzeugen mit Animationen sowie mit IoT-Sensordaten, etwa für Temperatur oder Drehzahl, aus ThingWorx. Anwender müssen dafür keinen Code schreiben. Eine individuelle Markierung (ThingMark) macht einzelne Objekte zum Beispiel anhand einer eingebetteten Seriennummer eindeutig erkennbar. AR-Anwendungen, die mit Vuforia Studio Enterprise erstellt wurden, lassen sich mit wenigen Klicks über den Cloud-basierten Vuforia Experience Service veröffentlichen. Die Stand-alone-Anwendung Vuforia View Enterprise scannt ThingMarks, um dazu verfügbare AR-Inhalte zu laden und zu präsentieren. Die Suite ist vorläufig im Rahmen des Vuforia-Studio-Pilotprogramms erhältlich und soll im Herbst als produktionsreifes Produkt auf den Markt kommen. (Ralf Steck/hps@ct.de)

Platinen-Entwurf im Teamwork

Zuken CR-8000 platziert ein Bauteilmodell anhand von dessen Koordinatennullpunkt passgenau an der gewünschten Position.

Die aktuelle Version 2016 Platinen-Layouters Zuken CR-8000 ermöglicht mehreren Anwendern den gleichzeitigen Zugriff auf ein Platinen-Design. Dabei bekommen alle Benutzer jede Änderung sofort angezeigt. Mit überarbeiteten Such- und Verwaltungsroutinen soll das Programm helfen, Schaltungsmodule aus früheren Projekten wiederzuverwenden. Komponenten, die dabei geändert werden müssen, kann es automatisch austauschen.

CR-8000 platziert 3D-Modelle von Bauteilen jetzt von selbst passgenau im Modell der kompletten Schaltung, sobald die 2D-Footprints der Komponenten auf der Platine lokalisiert sind. 3D-Modelle lassen sich jetzt auch in Teilbereichen an ein MCAD-System übergeben. CR-8000 kann technische Daten und Randwerte für Simulationen in den Formaten ANF und EDB des Herstellers Ansys exportieren. (Mathias Poets/hps@ct.de)

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