c't 15/2016
S. 28
News
Android

N wie „Nougat“

Android: Bezeichnung, kommende Nexus-Geräte und neue Features von Google-Apps

Das im Oktober erscheinende Update heißt Android 7.0 Nougat. Derweil brodelt die Gerüchteküche um neue Nexus- oder gar Pixel-Smartphones. Und Google Fit bekommt ein schöneres Layout.

Google hat das Ergebnis des Wettbewerbs um den Namen der nächsten Android-Version verkündet: Nougat. Und auch die Versionsnummer verrät ein Video: Android 7.0.

Nougat bringt unter anderem einen Splitscreen mit, um zwei Apps nebeneinander laufen zu lassen. Nutzer können Nachrichten direkt über die Benachrichtigungsleiste beantworten, wo außerdem mehr Quick Settings verfügbar sind. Die Performance vor allem von Spielen soll dank des neuen Rendering-API Vulkan deutlich zulegen.

Interessierte können seit März Vorabversionen für die Smartphones Nexus 5X, Nexus 6, Nexus 6P sowie die Tablets Nexus 9 und Pixel C herunterladen. Mit im Beta-Programm sind außerdem der Nexus Player und das Sony Xperia Z3. Derzeit ist die Developer Preview 4 aktuell, die Developer Preview 5 mit dann wohl allen wichtigen Features soll noch im Juli kommen.

Nexus und Pixel

Google Fit sieht schicker aus und ist flexibler beim Erstellen eigener Ziele.

Die finale Version von Android 7.0 wird Google wohl im Oktober zeigen und wie bisher an die Vorstellung neuer Nexus-Geräten koppeln. Zu denen gibt es nur Gerüchte: Demnach kommen zwei Nexus-Smartphones, eines mit 5-Zoll-Display und 1920 × 1080 Punkten, das andere mit 5,5 Zoll und 2560 × 1440 Punkten. Beide sollen 4 GByte Arbeitsspeicher, 32 GByte Flash (das größere optional 128 GByte), eine 12-MP-Kamera, Fingerabdrucksensor und USB-Typ-C haben – ordentlich, im Herbst aber nicht mehr absolute Spitzenklasse. Ein MicroSD-Slot dürfte wie bisher fehlen. Wie bei fast jedem Nexus wechselt Google dem Gerücht zufolge den Produzenten, und zwar von Huawei und LG zu HTC. Von neuen Tablets ist nichts zu hören.

Es gibt allerdings ein zweites Gerücht, und zwar, dass Google ein eigenes Smartphone herausbringt, vielleicht als Teil der Pixel-Baureihe, die derzeit aus einem Chromebook und einem Tablet besteht. Google befinde sich schon in Verhandlungen mit Providern. Ziel sei, die Fragmentierung zu verringern und eigene Ideen besser umzusetzen. Doch ob das mit einem einzigen Telefon gelingt? Das Pixel C war ja nun auch nicht das Spitzentablet, das den Markt entscheidend verändert hätte.

Den übrigen Herstellern dürfte die Konkurrenz durch Google nicht gefallen. Ihnen geht schon jetzt einiges an Googles Gebärden auf den Keks, beispielsweise der Zwang zur Installation der ganzen Google-Apps. Huawei etwa, so lautet ein drittes Gerücht, erwäge den Ausstieg aus Android und arbeite an einem eigenen Betriebssystem namens Kirin OS. Das drehte solche Runden, dass sich CEO Richard Yu zu einer Stellungnahme genötigt sah, die allerdings launisch ausfiel: So lange Android eine offene Plattform bleibt, werde Huawei dabei bleiben 

Ärger droht Google auch von anderer Seite, besonders der deutschen Niederlassung. Sie steht sich Datenschutzbedenken ausgesetzt – siehe Seite 40.

Beta-Apps im Play Store

Derweil hat Google eine nützliche Funktion freigeschaltet: Nutzer können Beta-Versionen von Apps direkt im Play Store herunterladen. Bisher mussten sie sich dafür bei Google+ oder Google-Groups registrieren und bekamen fortan Beta-Updates automatisch über den Play Store. Problem: Man verlor leicht den Überblick, welche App über welchen Kanal kommt und musste zum Kündigen des Beta-Programms die Adresse der Entwicklerseite parat halten.

Der Play Store zeigt nun an, von welchen Apps man Beta-Versionen nutzt.

Nun zeigt der Play Store unter „Meine Apps und Spiele“ an, von welchen Apps man Vorabversionen bekommt, auch kündigt man direkt dort. Zudem lässt sich der Store nach Entwicklerversionen und bislang unveröffentlichten Apps durchsuchen.

Nutzer von Google Fit kommen darüber hinaus in den Genuss einer frischen Optik. Nachdem es einige Monate still um Googles Fitness-Portal war, meldet sich die App mit Version 1.57 in einem rundum erneuerten Design zurück: Der neue Startbildschirm bereitet die gesteckten Ziele grafisch ansprechender auf, listet persönliche Rekorde und zeigt jüngere Aktivitäten. Zudem lassen sich eigene Ziele flexibler anlegen. Die bisherige Zeitachse erreicht man über das seitliche Menü. Sie weist wie bisher die Aktivität, Strecke oder Entfernung tageweise sowie wöchentlich und monatlich aus. (jow@ct.de)

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