c't 16/2016
S. 164
Praxis
Google Drive unter Linux nutzen

Wolkenschieber

Google Drive unter Linux nutzen

Google Drive gehört zu den attraktivsten Angeboten an Cloud-Speicher für Privatleute wie Unternehmen. Leider ist das Unternehmen bis heute den versprochenen Linux-Client schuldig geblieben. Das Programm Drive schafft Abhilfe.

Cloud-Dienste wie Dropbox und Google Drive arbeiten mit lokalen Kopien der Dateien, die im Hintergrund permanent mit der Cloud abgeglichen werden. Das ermöglicht ein flüssiges Arbeiten sogar ohne Netzwerkverbindung, erfordert aber einen Client, der sich um die Synchronisierung kümmert. Dropbox liefert einen Synchronisations-Client für Linux, der als Daemon im Hintergrund den Abgleich erledigt und über ein Applet für den Desktop oder das Kommandozeilen-Programm dropbox gesteuert wird.

Für Googles Cloud-Angebot fehlt ein offizieller Linux-Client. Seit Gnome 3.18 ist der Zugriff auf Google Drive über den Gnome-Dateimanager Nautilus möglich. Allerdings beherrscht Nautilus keine Synchronisation, sondern greift auf Google Drive wie auf ein Netzlaufwerk zu. Das in Go geschriebene Programm drive von Emmanuel Odeke sorgt hingegen für einen Abgleich der Dateien zwischen Google Drive und einem lokalen Verzeichnis. Mit ein bisschen Logik im Hintergrund lässt sich daraus eine Synchronisationslösung bauen, die ohne Desktop-Client auskommt und sich daher auch auf Servern einsetzen lässt.

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