c't 16/2016
S. 46
News
Anwendungen

Mehr Raw für Lightroom Mobile

Auf dem iPhone und iPad unterstützt Lightroom Mobile jetzt Verlaufsfilter, um Fotos selektiv zu bearbeiten.

Adobes Raw-Entwickler-App Lightroom Mobile für iPhone und iPad verarbeitet in Version 2.4 alle Raw-Formate, die auch die Desktop-Version unterstützt. Man muss Raw-Fotos allerdings importieren, denn bis zum Erscheinen von iOS 10 im Herbst schießt das iPhone selbst kein Raw. Unter iOS können Lightroom-Mobile-Nutzer nun den radialen und linearen Verlaufsfilter nutzen, um den Himmel abzudunkeln oder ein Motiv aufzuhellen. Beide Filter stehen nur zahlenden Kunden der Creative Cloud offen. Voraussetzung ist ein Foto-Abo für knapp 12 Euro oder das Komplett-Abo für rund 60 Euro.

Die Android-Version Lightroom Mobile 2.1 bringt ein neues Kamera-Modul mit, das DNG-Dateien aufnimmt. Voraussetzung ist ein Smartphone mit Googles Camera2-API, wie das LG G4 und G5, das Galaxy S6 und S7 oder das Google Nexus 5 und 6. Über die Kopfleiste im Kamera-Modul kann man zwischen DNG und JPEG wechseln; Standard ist DNG. Im Pro-Modus kann der Nutzer Belichtungszeit, ISO-Wert, Weißabgleich und Fokus kontrollieren. Über eine Fingergeste steuert man in der Kameravorschau die Belichtungskorrektur. Langfristig sollen die Android- und iOS-Version auf dem gleichen Stand sein. (akr@ct.de)

Foxit vernetzt PDFs

Das ConnectedPDF von Foxit (cPDF) soll die Zusammenarbeit verbessern. Es gewährt mehr Kontrolle über Zugriffsrechte und Dokumentversionen als ein klassisches PDF. Dabei muss nicht das Dokument selbst online stehen. Es wird nur mit einem eindeutigen Identifikationscode in der Cloud registriert. Dort werden Metadaten hinterlegt wie die ConnectedID, Versions-Historie, Anmerkungen und verknüpfte Personen. Das cPDF erscheint anderen Betrachtern als normales PDF, erweitert aber die Möglichkeiten von Foxit-Anwendungen. Das Erstellen von cPDFs ist kostenlos. Wer gemeinsame Dokumenten-Reviews anstoßen möchte, benötigt den Editor Foxit Phantom. Er kostet 140 US-Dollar. (atr@ct.de)

Affinity Designer für Windows

Affinity Designer kombiniert Vektorgrafik mit Fotobearbeitung. Hersteller Serif wirbt unter anderem mit flüssiger Anzeige.

Der Software-Hersteller Serif hat eine Public-Beta-Version des Grafikdesign-Programms Affinity Designer für Windows veröffentlicht. Das vorher nur für OS X verfügbare Programm importiert SVG-, Photoshop- und Illustrator-Dateien, unterstützt ICC-Farbmanagement, die Farbräume RGB, CMYK sowie Lab und 16 Bit Farbtiefe pro Kanal. Es verschiebt Objekte laut Hersteller mit 60 Bildern pro Sekunde. Affinity Designer bringt Malwerkzeuge mit und bearbeitet Fotos über Einstellungsebenen nichtdestruktiv mit Gradationskurven oder Tonwertkorrektur. Die Oberfläche orientiert sich an Photoshop und Illustrator.

Serif plant eine Suite. Neben dem Affinity Designer steht für OS X die Fotobearbeitung Affinity Photo zur Verfügung; eine Windows-Version ist geplant. Beide kosten jeweils 50 Euro. Anfang 2017 soll das Layout-Programm Affinity Publisher folgen. (akr@ct.de)

Video- und Fotobearbeitung

CyberLink hat das Multimediapaket Media Suite 14 veröffentlicht. Der „PowerStarter“ fasst 15 Anwendungen in einer aufgabenorientierten Bedienoberfläche zusammen. Der Medienplayer PowerDVD 16 kommt mit einer für Fernseher optimierten Bedienoberfläche. Die Videoschnitt-Software PowerDirector 14 bringt Designvorlagen mit, die sich per Drag & Drop auf Videos anwenden lassen. Die Fotobearbeitung PhotoDirector 7 unterstützt Ebenen und bietet Werkzeuge, um Augenringe sowie glänzende Haut zu retuschieren und Augen zu vergrößern. Der Konverter MediaEspresso 7.5 exportiert 4K-Videos im H.265-Kompressionsverfahren.

Die Suite kostet 120 Euro (Upgrade 70 Euro). Für insgesamt 140 Euro gibt es den Media Player, PowerDirector und PhotoDirector für Android dazu. Die beiden erstgenannten gibts auch für Windows 10; den ersten und dritten auch für iOS. (akr@ct.de)

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