c't 16/2016
S. 40
News
Smartphones

Größeres LTE-Einsteiger-Smartphone von Motorola

Das Moto E3 hat beim Bildschirm deutlich zugelegt, kostet aber genauso wenig wie die Vorgänger.

Umgerechnet 120 Euro soll die dritte Generation des Motorola Moto E kosten und damit ähnlich viel wie die beiden Vorgänger. Im Handel dürfte das Gerät schnell die 100 Euro Marke unterschreiten. Im Moto E3 steckt nun ein 5-Zoll-Display mit 1280 × 720 Pixeln. Der Akku fasst vergleichsweise üppige 2800 mAh. Die Hardware ist dank Beschichtung unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit. Daten überträgt das Moto E3 unterwegs via LTE-Mobilfunk.

Zu Prozessor und Speicherausstattung sagt Motorola noch nichts – wahrscheinlich sind wie beim Vorgänger ein langsamer Quad-Core-Prozessor, 1 GByte Arbeitsspeicher und 8 GByte interner Speicher eingebaut. Letzterer wird sich über eine MicroSD-Karte ergänzen lassen. Die Kamera schießt Bilder mit 8 Megapixeln – im Vorgänger waren es nur 5. Das für September in Großbritannien angekündigte Motorola Moto E3 wird mit Android 6.0 ausgeliefert. Wann es nach Deutschland kommt, ist noch unklar. (asp@ct.de)

Blackphone-Partner streiten

Der Traum vom abhörsicheren Blackphone ist geplatzt.

Das Blackphone sollte das sicherste Smartphone werden, am Ende wurde es ein Flop – die Verkaufszahlen beider Modell-Generationen blieben weit hinter den Erwartungen. Nun streiten die einstigen Partner Silent Circle und Geeksphone vor Gericht um 5 Millionen US-Dollar. Geeksphone soll laut der Gerichtspapiere schon zu Anfang der Partnerschaft pleite gewesen sein, und auch das von PGP-Erfinder Phil Zimmermann und Ex-Marinesoldat Mike Janke gegründete Unternehmen Silent Circle stecke in finanziellen Schwierigkeiten.

Als sich die beiden Firmen im Jahr 2013 zusammentaten, war das Ziel, ein abhörsicheres Smartphone zu entwickeln. Das Seriengerät blieb hinter den Erwartungen zurück: Die von Geeksphone entwickelte Hardware war allenfalls Mittelklasse und zu teuer. Auch die angepriesenen Sicherheitsfunktionen wiesen Lücken auf. 2015 trennten sich die Unternehmen wieder.

Unterdessen entwickelt Silent Circle seine Android-Version Silent OS weiter. Was der finanzielle Engpass für das angekündigte Blackphone 3 bedeutet, ist noch unklar. (hcz@ct.de)

Samsung Galaxy Note 7: wasserdicht, mit Iris-Scanner

Am 2. August wird Samsung sein Stift-Smartphone Galaxy Note 7 präsentieren. Als sicher gilt bereits, dass der Hersteller die Nummer 6 überspringt und die Zählung der Galaxy-S-Serie anpassen wird. Durchgesickerte Bilder zeigen ein an den Flanken nach hinten gebogenes Display wie bei den Edge-Modellen. Ob auch der Digitizer gebogen ist – der mitgelieferte Stift also auf den abgerundeten Kanten funktionieren wird –, ist unklar.

Gerüchte besagen, dass es auch eine Version mit planem Display geben wird. Einschlägige Blogs berichten hingegen von einem einzigen Modell mit 5,7 Zoll Display-Diagonale und QHD-Auflösung (2560 × 1440 Punkte) wie beim Vorgänger Note 5. Wie bisher dürfte es zwei Prozessor-Varianten geben, eine mit Qualcomm Snapdragon 821 und eine mit Samsung Exynos 8893 mit maximal 2,7 GHz, zwischen denen Samsung nach Verfügbarkeit und Region auswählt. Beide sollen etwa 10 Prozent schneller sein als die Vorgänger-CPUs im Galaxy S7. Von drei Speichervarianten ist die Rede: 64, 128 und 256 GByte. Der Akku soll von 3000 auf 4000 mAh wachsen und als USB-Buchse ist Typ-C im Gespräch.

Die weiteren Gerüchte sind vage: Einen Iris-Scanner deutet Samsung selbst an. Dieser wird wahrscheinlich eine zusätzliche Kamera auf der Gehäusefront nutzen. Das Smartphone soll nach Schutzklasse IP68 wasserdicht sein. Den ersten Bildern zufolge erscheint das Note 7 in Schwarz, Silber und Hellblau. (asp@ct.de)

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