c't 16/2016
S. 36
News
Peripherie

OLED-Fernseher im Kommen

Loewes superschlanker bild 7 mit OLED-Display gibt beim Einschalten motorisiert die Lautsprecherleiste frei.

LG hat vorgelegt, die anderen zogen nach: Inzwischen haben fast alle namhaften Hersteller mindestens einen Fernseher mit OLED-Display im Programm. Nur Samsung verweigert sich derzeit den großen organischen Displays und setzt auch bei seinen SUHD-Topmodellen auf farbstarke LC-Displays. Auf der IFA-Preview präsentierten sich neben LG und Sony auch Loewe und Metz mit schicken OLED-TVs. In allen Geräten dürfte ein OLED-Panel von LG stecken, Unterschiede ergeben sich dennoch durch die interne Ansteuerung, die Bedienoberfläche, die Ausstattung und das Design der TVs.

Metz stellte seinen Novum Twin R vor, ein ultrahochauflösender Fernseher mit OLED-Schirm. Das laut Metz HDR-fähige Smart-TV mit 10-Bit-Display integriert eine 1 TByte große Festplatte für TV-Aufnahmen. Dank zwei Triple-Tunern für Kabel, Satellit und Antenne kann man eine Sendung aufnehmen, während man ein anderes Programm anschaut. Metz wurde im vergangenen Jahr vom chinesischen Hersteller Skyworth übernommen, Entwicklung und Zusammenbau der Geräte findet aber wie gehabt in Deutschland statt. Das neue Topmodell Novum Twin R soll in zwei Größen im September in den Fachhandel kommen, mit 1,40 Meter Diagonale für 5000 Euro, die 1,65-Meter-Variante für 7000 Euro.

Loewe hat das Display wie gewohnt in eine schicke Hülle gesteckt und mit ein paar Raffinessen ausgestattet. So fährt der sieben Millimeter dünne Schirm des bild 7 genannten TV beim Anschalten motorisiert leicht nach vorn und oben, um die schlanke Soundbar darunter freizugeben. Diese integriert sechs Lautsprecher (120 Watt Ausgangsleistung) und kann per Bluetooth auch vom Smartphone aus gefüttert werden. Auch die runderneuerte Bedienoberfläche des Smart-TV kann man per Bluetooth mit einer Tastatur oder Maus steuern. Der bild 7 soll ab September mit 1,40 Meter Diagonale (55 Zoll) und 1,65 Meter Diagonale (65 Zoll) für knapp 5000 Euro respektive 7000 Euro angeboten werden. Eine Wandhalterung liegt den Geräten bei, der motorisierte Tisch- oder Standfuß und eine schwenkbare Wandhalterung sind gegen Aufpreis erhältlich. (uk@ct.de)

HDR-fähige Heimkino-Projektoren

Per Pixelshift simuliert Epson im Full-HD-Heimkinoprojektor TW9300W die ultrahohe Auflösung.

Epson verspricht bei seinen drei neuen Heimkino-Projektoren Unterstützung für UHD-Blu-ray-Player. Das klingt gut, allerdings haben die LCD-Panel in den Beamern „nur“ Full-HD-Auflösung. Die ultrahochaufgelösten Inhalte von UHD-Blu-ray rechnen sie mit einem eigens entwickelten Verfahren auf ihre 1920 × 1080 Pixel um. Die 4K-enhancement genannte Technik unterstützt laut Epson auch den großen Kontrastumfang von HDR-Signalen, die Bilder werden intern mit 10 Bit verarbeitet. Die Lichtstärke von 2500 Lumen (EH-TW9300 und 9300W) beziehungsweise 2300 Lumen (EH-TW7300) sollte für HDR-Inhalte ausreichen.

Alle drei Beamer besitzen ein motorgesteuertes Zoomobjektiv (2,1-fach) inklusive Lensshift zum einfachen Ausrichten des Bildes auf der Leinwand. Als Signaleingänge stehen zwei HDMI bereit, wovon nur einer den Kopierschutz gemäß HDCP 2.2 unterstützt. Der TW9300W kann 4K-Signale (inklusive HDCP 2.2) auch per WiHD-Transmitter drahtlos vom PC beziehen. Alle drei Geräte haben außerdem einen Netzwerkanschluss und sind 3D-fähig (3D-Shutter).

Als Lampenlebensdauer im helligkeitsreduzierten Eco-Modus verspricht Epson 5000 Stunden, im Normalmodus 3500 Stunden. Die Garantie beläuft sich auf zwei Jahre für den Beamer und drei Jahre oder 3000 Stunden für die Lampe, je nachdem was eher eintritt. Der TW3700 kostet 2920 Euro, der TW9300 3300 Euro und der TW9300W 3700 Euro. (uk@ct.de)

Standard für HDR-Aufnahmen

Drei Transferfunktionen bestimmen, wie die bei der Aufnahme gespeicherten Bilder am TV-Schirm wiedergeben werden; der Standard BT2100 will diese für HDR-Bilder vereinheitlichen.

Die International Telegraph Union für Informations- und Kommunikationstechnik (ITU) hat einen Standard verabschiedet, mit dem kontraststarke TV-Sendungen auf Fernsehern optimal dargestellt werden können. Das verspricht zumindest die verantwortliche ITU-Study Group 6.

Motivation des BT2100-Standards war, dass HDR-Bilder sowohl auf neuen HDR-fähigen Fernsehern als auch auf bestehenden Displays mit herkömmlichem Dynamikumfang möglichst gut aussehen sollen. Dazu benötigen Inhalte-Produzenten, Sendeanstalten und TV-Hersteller identische Regeln, nach denen sie die HDR-Bilder erstellen, übertragen und wiedergeben. Die BT2100 will dieses mit speziellen Transferfunktionen für Aufnahmegeräte und Displays sicherstellen. (uk@ct.de)

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