c't 17/2016
S. 172
Know-how
BIOS-POST-Diagnose
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POST-Codes

BIOS-Fehlercodes für die PC-Diagnose auslesen

Wenn ein PC nicht booten kann, schickt sein BIOS vielleicht noch Diagnosemeldungen an den sogenannten Port 80. Einst konnte man diese relativ leicht am ISA- oder PCI-Bus auslesen. In PCI-Express-Zeiten klappt das nur noch auf Umwegen.

Früher war alles besser, jedenfalls was die Diagnose von PCs mit Boot-Hemmung betraf: Bei Systemen mit ISA- oder PCI-Bus ließen sich Fehlercodes des BIOS mit Diagnosekarten auslesen. Diese Codes helfen, die eigentliche Ursache des Problems einzugrenzen: Liegt es vielleicht am RAM, an der Grafikkarte oder ist eine Onboard-Komponente defekt?

Viele aktuelle Rechner besitzen aber weder ISA- noch PCI-Steckplätze, sondern nur PCI Express (PCIe) – und dafür kennen wir bisher keine Diagnosekarten. Doch es gibt andere Wege, einem BIOS seine Fehlercodes zu entlocken. Manche Mainboards zeigen POST-Codes direkt an. Einige Übertakter-Boards sind dazu ab Werk mit zweistelligen Siebensegment-Anzeigen bestückt. Andere Boards geben POST-Codes auf dem Bildschirm aus, jedenfalls wenn man Optionen wie „Quiet Boot“ im BIOS-Setup deaktiviert. Serverboards mit Fernwartungschip zeigen manchmal POST-Codes an, wenn man sich per Ethernet mit der Fernwartung verbindet.

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