c't 17/2016
S. 148
Praxis
Boot-Modus umschalten

Starthilfe fürs Antik-OS

Ältere Betriebssysteme im BIOS-Modus auf UEFI-Systemen starten

Moderne Desktop-PCs und Notebooks verwenden Firmware nach dem UEFI-Standard. Ältere Betriebssysteme lassen sich auf derlei Rechnern nicht booten. Per BIOS-Emulation klappt das aber doch. Das ist jedoch nicht immer einfach zu konfigurieren.

Das Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) bietet im Vergleich zum früheren Basic Input Output System (BIOS) einige Vorteile: Es ermöglicht das Booten von Datenträgern mit mehr als 2 TByte Kapazität, für mehrere parallel installierte Betriebssysteme ist kein separater Bootmanager notwendig und viele UEFI-Systeme booten auch schneller als solche mit BIOS.

Damit Betriebssysteme auf UEFI-Rechnern im UEFI-Modus booten, müssen sie den neuen Bootprozess unterstützen. Dazu gehören gängige Linux-Distributionen seit 2012 und 64-Bit-Versionen von Windows seit Vista SP1. Viele bootfähige Diagnose-Tools zum Beispiel für Arbeitsspeicher oder Festplatten verwenden aber noch den alten BIOS-Modus, ebenso wie die 32-Bit-Version von Windows 7. Deshalb enthält die Firmware der Mainboards von Desktop-PCs und Notebooks das sogenannte Compatiblity Support Module (CSM). Diese UEFI-Erweiterung gaukelt älteren Betriebssystemen ein herkömmliches BIOS vor, damit diese sich auch auf modernen Rechnern weiter nutzen lassen.

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