c't 17/2016
S. 36
News
Anwendungen

Realistischere 3D-Objekte

Beim Voronoi-Fracturing zerlegt Cinema 4D 18 beliebige Modelle nicht-destruktiv in prozedurale Einzelteile.

Die 3D-Software Cinema 4D 18 von Maxon zerbricht, zerschneidet und überwacht 3D-Objekte. Die MoGraph-Werkzeuge des Programms greifen auf den Voronoi-Algorithmus zurück, der Objekte prozedural in Einzelteile wie Scheiben, Trümmerstücke oder abschälende Teile zerfallen lässt. Deren Form kontrolliert man über Splines, Polygon-Objekte oder Partikel.

Mit interaktiven Messerwerkzeugen lassen sich Schnitte setzen, in einer interaktiven Vorschau kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren, bevor wirklich geschnitten wird. Cinema 4D trackt Motive in Videomaterial über Kantenerkennung und hält so 3D-Objekte in Position. Dabei soll die Software die Objekte perspektivisch stimmig drehen. Die Bewegungen lassen sich bei Bedarf mit 2D-Pfaden oder 3D-Referenzgeometrie rekonstruieren.

Neue Shader und Oberflächeneffekte ergänzen Regenbogeneffekte wie auf Seifenblasen und Ölpfützen. Von einem 3D-Objekt geworfene Schatten legt Cinema 4D künftig als bearbeitbare Ebene an. Parallax-Mapping verbessert Texturierung zur Reliefsimulation (Bump-Effekt). Inverse-Ambient-Occlusion simuliert über Masken etwa abgenutzte Kanten. Die Implementierung der Substance-Engine von Allegorithmic stellt eine Fülle von Materialtexturen zur Verfügung. Die Substances für Stein, Rost, Holz und anderes lassen sich von der Allegorithmic-Webseite herunterladen. Cinema 4D 18 soll im September für Windows und OS X erscheinen und voraussichtlich 3570 Euro kosten. (akr@ct.de)

Gelöschte Dateien wiederholen

Das Backup-Tool PureSync rekonstruiert auf Wunsch Dateien aus den Wiederherstellungspunkten von Windows 10.

Das Synchronisierungs- und Backup-Tool PureSync von Jumping Bytes gibt in Version 4.5 Zugriff auf die sogenannten Schattenkopien, die Windows beim Anlegen von Wiederherstellungspunkten speichert. Darin enthalten sind auch alle seit der letzten Sicherung gelöschten Dateien. In PureSync wählt man das Datum der Sicherung aus und kann anschließend das gesamte System, das Benutzerprofil oder eine Datei wiederherstellen, vorausgesetzt der Wiederherstellungspunkt ist noch vorhanden.

Das Programm soll schneller arbeiten als zuvor. Über die Modi Standard und Erweitert zeigt es unterschiedlich viele Funktionen an. Die Basis-Version ist für den privaten Einsatz kostenlos. Die Pro-Version für kommerziellen Einsatz unterstützt FTP-Transfer und Backup sowie Synchronisierung von geöffneten Dateien. Sie kostet 20 Euro. (akr@ct.de)

Fotoshows mit Videos

AquaSoft DiaShow 10.3 enthält Werkzeuge für Videoschnitt und wendet auf Clips Effekte an.

AquaSoft DiaShow Ultimate kombiniert Fotos mit Musik, Übergängen, Texttiteln und Effekten. Version 10.3 beschneidet Video-Clips und wendet Live-Effekte wie Masken, Verzerrung, Weichzeichner, Tonwertkorrektur, Schwarzweiß und Farbverschiebung darauf an. Die Abspielgeschwindigkeit lässt sich mit Zeitraffer und Zeitlupe variieren. Bei Kameraschwenks kann der Rahmen nun gedreht sein, beispielsweise um den Horizont gerade zu rücken. Im neuen Texteditor lassen sich Schriftstile mischen – zuvor bezogen sich Font, Größe und Schnitt immer auf den gesamten Texttitel.

Die Oberfläche von DiaShow 10 unterstützt 4K-Monitore. Auch 4K-Videos sollen nun auf Standardhardware dank 64-Bit-Architektur ruckelfrei laufen. Das Programm kostet 80 Euro. Eine 30-Tage-Testversion steht bei AquaSoft zum Download bereit. (akr@ct.de)

PDF-Archivierung

Das Dokumenten-Management-System Office-n-PDF von JBSoftware ist auf die Langzeitarchivierung von PDFs spezialisiert. Word-, Excel- und E-Mail-Inhalte konvertiert es beim Import ins Portable Document Format. Die neue Erweiterung Watchdog archiviert Dokumente selbstständig in bis zu sechs Ziel-Datenbanken, indem sie Verzeichnisse und den E-Mail-Eingang überwacht. Bei Bedarf macht Watchdog Dateien per Texterkennung lesbar und konvertiert sie ins PDF/A-Format.

Watchdog kostet 180 Euro aufwärts und arbeitet mit der Standard- sowie der Professional-Version von Office-n-PDF zusammen. Erstere kostet als Einzelplatzlizenz 70 Euro, letztere 110 Euro. (atr@ct.de)

Dropbox im Team nutzen

Dropbox-Administratoren können künftig Team-Ordner anlegen. Den farbig markierten Nutzergruppen lassen sich Lese- oder Schreibrechte einräumen.

Dropbox bietet Unternehmenskunden künftig Team-Ordner an. Der Administrator kann in der AdminX-Konsole detailliert einrichten, welcher Mitarbeiter den Inhalt bestimmter Unterordner nur sehen und kommentieren oder wer ihn auch verändern darf. Per Checkbox legt er fest, welche Ordner auf den Geräten der Endnutzer erscheinen sollen. Nutzer dürfen die Ordner wahlweise mit beliebigen oder nur mit Nutzern im Unternehmen teilen.

Die AdminX-Konsole soll durch Übersicht glänzen. Durchsuchbare Logs halten fest, wenn Dateien hinzugefügt, bearbeitet oder gelöscht wurden. Farbige Symbole kennzeichnen die unternehmensspezifischen Arbeitsgruppen. Später in diesem Jahr will Dropbox außerdem Device-Management einführen, damit Mitarbeiter nicht jedes beliebige Gerät mit ihrem Konto verknüpfen können. Verschlüsselung bietet Dropbox weiterhin nicht an.

Zunächst sollen die Team-Folder nur Early-Access-Kunden zur Verfügung stehen. Eine Schaltfläche auf der Admin-Konsole gibt Kunden die Möglichkeit teilzunehmen. In einem halben Jahr sollen alle Unternehmenskunden die Team-Folder nutzen können. (akr@ct.de)

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