c't 17/2016
S. 20
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Internet of Things

Arbeitspferdchen

IoT-Betriebssystem RIoT

Microsoft will eines haben, genauso wie Samsung, Huawei oder ARM – und Google hat für 3,2 Milliarden eines eingekauft: ein Betriebssystem für das Internet der Dinge. RIoT tritt als Linux für IoT gegen die kommerzielle Konkurrenz an.

Wenn es um Betriebssysteme geht, kauft Europa normalerweise in den USA ein. Beim Internet der Dinge muss das aber nicht so sein. Matthias Wählisch von der FU Berlin und Thomas Schmidt von der Hochschule Hamburg finden, das fürs Internet der Dinge optimierte RIoT habe jetzt schon einen Spitzenplatz inne. Seit drei Jahren wird gemeinsam mit Forschern von INRIA und einer eifrigen Community intensiv daran entwickelt (Institut national de recherche en informatique et en automatique). Jetzt ist ein erster großer US-Interessent da.

Seit dem ersten Juli entwickeln Wählisch und Schmidt zusammen mit dem Konzern Mine Safety Appliances (MSA, The Safety Company) beziehungsweise dessen Ableger in Berlin eine Internet-Anbindung für Gassensoren. Fördermittel kommen vom BMBF. Nach drei Jahren soll ein Prototyp fertig sein, der sich etwa zum Einsatz auf Ölplattformen eignet und Alarmmeldungen über ein Mesh-Netz an andere Geräte und eine Zentrale weitergibt. Eingesetzt wird RIoT auch von Zolertia, Hersteller unter anderem von Sensorknoten mit Temperatur- und Beschleunigungssensoren und beim Platypus PLC-Modem von Theobroma Systems Design [1, 2].

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