c't 18/2016
S. 152
Know-how
nPA mit Android
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Mobile Identität

Der Personalausweis und das Smartphone

41 Millionen elektronische Ausweise – kaum Lesegeräte: Für Firmen und Behörden gibt es wenig Gründe, Dienste für den nPA anzubieten. Könnte man den Ausweis am NFC-fähigen Smartphone benutzen, hätten viele ein Lesegerät. Doch der steinige Weg zur digitalen Identität führt über zu schwache Antennensignale, nicht abgestimmte Protokolle und instabile Webanwendungen.

Der neue Personalausweis (nPA) kommuniziert ausschließlich über NFC mit Lesegeräten. Die Nahfunktechnik steckt auch in vielen Smartphones. Mit dem Smartphone als Lesegerät könnten Millionen von Ausweisbesitzern ohne zusätzliche Ausgaben auf E-Government-Anwendungen und private eID-Dienste zugreifen. Durch diese enorme Nutzerbasis entstünde ein Anreiz für Dienstanbieter, doch noch auf den nPA-Zug aufzuspringen.

Bedarf für eine verlässliche elektronische Identität ist jedenfalls vorhanden. Das zeigt die boomende Branche der Video-Ident-Anbieter. Die Direktbank DKB berichtet, dass Videoidentifizierung mittlerweile bei 40 Prozent aller Kontoeröffnungen zum Einsatz kommt. Bei „Number 26“, einem Start-up aus der FinTech Szene kann man sogar die komplette Kontoeröffnung mit einer Video-Websession am Smartphone durchführen.

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