c't 18/2016
S. 126
Test
Mini-PCs
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En miniature

Mini-PCs für Büro und Wohnzimmer

Kompakte Rechner wie Brix, NUC und ZBox brauchen nur einen Bruchteil des Platzes klassischer Desktop-PCs. Dank effizienter Hardware eignen sie sich jedoch ebenfalls als Bürorechner, Heim-Server oder Medienzuspieler. Zur Wahl stehen Mini-PCs für mehrere 4K-Displays, mit schnellen USB-3.1-Ports sowie lüfterlose Geräte.

Mit den früheren Nettops haben moderne Mini-PCs außer Größe und Aussehen kaum noch etwas gemein: Statt lahmer Billig-Komponenten und beschnittener Hardware bieten sie die Rechenleistung gängiger Bürorechner, kommen mit wenig Energie aus und übertrumpfen bei der Ausstattung so manchen Midi-Tower-PC: WLAN, Bluetooth, USB 3.0, SATA 6G und M.2-Slots für schnelle SSDs gehören bei den Minis inzwischen zum Standard. Zudem halten derzeit USB 3.1 Gen2 und USB-Typ-C-Buchsen Einzug.

Über DisplayPort 1.2 und HMDI 1.4 steuern die Rechner, die gerade einmal die Fläche einer CD- oder DVD-Hülle belegen, Monitore und Fernseher mit Ultra-HD-Auflösung an. Damit taugen sie sowohl für den Arbeitsplatz, wo viel Bildschirmfläche gefordert ist, als auch als Medienzentrale im Wohnzimmer. Die aktuellen Braswell- und Skylake-Prozessoren bringen Videoeinheiten mit, die die Dekodierarbeit von den CPU-Kernen übernehmen und 4K-Videos in gängigen Codecs flüssig abspielen.

USB-3.1-Geräte lassen sich am Gigabyte Brix GB-BSCEHA-3955 sowohl über eine Typ-A- als auch über eine Typ-C-Buchse anschließen.

Zudem kommen die Mini-PCs im Leerlauf mit wenigen Watt aus. Das schont den Geldbeutel, wenn sie beispielsweise ausgestattet mit einer 2,5"-Festplatte als kleiner Server im Dauerbetrieb laufen. Wohl auch aus diesem Grund erobern Brix, NUC, ZBox & Co inzwischen die Büros vieler Firmen. Obendrein lassen sich die Winzlinge über mitgelieferte VESA-Halterungen an der Rückseite von PC-Monitoren anbringen.

All inclusive

Für den Test haben wir fünf kompakte Rechner beziehungsweise PC-Barebones für 200 bis 600 Euro geordert. Alle sind mit aktuellen Prozessor-Plattformen wie der sechsten Core-i-Generation „Skylake“ beziehungsweise der Billig-CPU-Serie „Braswell“ ausgestattet. Im Vergleich zu den Vorgängern sparen sie durch noch ausgefeiltere Stromsparmechnismen das ein oder andere Watt ein. Außerdem hat Intel die Videoeinheiten für 4K-Inhalte fit gemacht.

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