c't 18/2016
S. 40
Praxis
Windows 10

Windows as a Self-Service

Das Anniversary Update für Windows 10 meistern

Mit dem Anniversary Update verteilt Microsoft zum zweiten Mal ein Funktions-Upgrade für Windows 10. Die Hoffnung, dass es diesmal besser läuft als im vergangenen November, wurde enttäuscht. Wir fassen die bisher bekannten Probleme mit dem Update auf Version 1607 zusammen, geben Tipps, sie zu umschiffen, und zeigen, worauf Sie nach dem Upgrade achten sollten.

Seit dem 2. August bietet Microsoft Windows 10 in Version 1607 an, auch bekannt als das „Anniversary Update“. Damit setzt der Konzern das Prinzip „Windows as a Service“ fort, mit dem Anwender stets die aktuelle Version von Windows 10 installiert bekommen – Home-Anwender sogar ohne Möglichkeit zur Gegenwehr.

Aus technischer Sicht ist das Anniversary Update allerdings kein Update, sondern ein Upgrade: Wie schon bei der Aktualisierung auf Version 1511 im vergangenen November erfolgt auch das Einspielen von Version 1607 als vollwertige Upgrade-Installation. Dafür bootet das Setup den PC in die Installationsumgebung Windows PE, verschiebt das vorhandene, alte Windows 10 in den Ordner c:\windows.old, installiert Version 1607 und übernimmt Programme, Daten und Einstellungen aus der alten in die neue Installation. Genau diese Vorgehensweise führt allerdings immer wieder zu allerlei Problemen – und zwar sowohl bei der Installation selbst, die aus diversen Gründen scheitern kann, als auch danach, denn die Übernahme aller Einstellungen klappt keineswegs immer problemlos.

Bestehende Installationen von Windows 10 bekommen das Anniversary Update schrittweise via Windows Update – bis zum Redaktionsschluss waren das noch nicht allzu viele Geräte. Als Alternative bietet Microsoft eigens für die Aktualisierung ein Tool namens Windows10Upgrade28084.exe an (siehe c’t-Link). Wir nennen es in diesem Artikel der Einfachheit halber Upgrade-Tool. Es führt mit ein paar selbsterklärenden Klicks durch das Funktions-Upgrade.

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