c't 19/2016
S. 180
Spielekritik
Stealth-Action-Adventure
Aufmacherbild
Schlimme neue Welt: Das Prag von „Mankind Divided“ ist eine Mischung aus der Architektur von vorgestern und übermorgen. Bewaffnete Polizeidrohnen überwachen die Stadt.

Menschen gegen Menschmaschinen

Prag im Jahr 2029: Zwei Jahre nach einem weltweiten Amoklauf augmentierter Menschen ist eine neue Art von Apartheid in Kraft getreten. Bürger mit künstlichen Gliedmaßen werden in bewachten Ghettos zusammengepfercht, von denen aus Terroristen Krieg gegen die „Natürlichen“ führen. Zwischen den Fronten steht Adam Jensen, augmentierter Interpol-Ermittler und Doppelagent für das Hacker-Kollektiv „Juggernaut“.

Deus Ex: Mankind Divided schließt an den Vorgänger „Human Revolution“ an, wobei das glitzernde Montreal einer europäischen Umgebung gewichen ist. Enge mittelalterliche Straßen, brutalistische Architektur und hochmoderne Überwachung schaffen eine für ein Science-Fiction-Spiel ungewöhnliche Atmosphäre. Bei den Kontrollen durch ruppige Polizisten kommt schnell ein Gefühl der Hilflosigkeit auf; die Existenz gesonderter Hauseingänge und Bahnabteile für Augmentierte lässt spürbar werden, wie sich institutionalisierte Diskriminierung durchsetzt.

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Die Auswahl an Waffen ist nicht besonders groß, allerdings kann man das eingesetzte Material im Kampf selbst modifizieren. Wenn man sich auf Schusswechsel einlässt, ist ein schnelles Umschalten zwischen Elektro-, EMP- und panzerbrechender Munition sinnvoll — angesichts der Vielzahl von Feinden.