c't 19/2016
S. 24
News
IFA: Produkte

OLED-Fernseher mit HDR

Philips präsentiert auf der IFA seinen ersten OLED-Fernseher. Damit stellt sich die unter dem Dach von TP Vision angesiedelte TV-Sparte der Holländer in eine Reihe mit Loewe und Metz, die auch bei OLED-TVs mitmischen wollen. Platzhirsch ist LG: Das koreanische Unternehmen produziert als einziger Hersteller große organische Panels – für eigene Fernseher in Größen zwischen 55 und 75 Zoll und aktuelle OLED-TVs anderer Firmen.

OLED-Display, 6.1-Soundbar, Ambilight und Ultra HD Premium: Philips' Rundum-Sorglos-Paket 55POF901F.

Philips hat seinem neuen Topgerät 55POF901F neben dem OLED-Display auch Ambilight spendiert: An drei Seiten im TV-Rücken sitzen die LED-Streifen, deren Helligkeit und Farbe sich automatisch dem Bildinhalt am TV anpassen. Dadurch soll das Bild optisch in den Raum ausgedehnt werden.

Im Fernseher soll die Engine Perfect Pixel Ultra HD für kontraststarke und ruckelfreie Bilder sorgen; sie ist auch fürs Upscaling niedrigerer Auflösungen auf 4K zuständig. Der Farbraum des Displays soll 99 Prozent von DCI-P3 abdecken – das übersteigt die Anforderungen des Logos Ultra HD Premium, das der OLED-Fernseher von Philips trägt.

Das 30-Watt-Soundsystem aus sechs Frontspeakern und einem Backfire-Basslautsprecher steckt in einer separaten Alu-Soundbar unter dem Display. Elegant wirkt auch die sehr schmale Display-Einfassung. Der 55POF901F ist ein Android-TV und wird mit einer Fernbedienung ausgeliefert, in deren Rücken eine QWERTY-Tastatur zur schnelleren Steuerung der Smart-Funktionen integriert wurde. Abgesehen von Tastatureingaben kann man auf dem Touchpad auch swipen, Sprachbefehle reicht die Fernbedienung ebenfalls ans TV weiter. Über den Preis schweigt sich Philips noch aus. (uk@ct.de)

Philips: Halle 22, Stand 101

Projizieren aus kurzer Distanz

Abgesehen davon, dass Beamer nur in abgedunkelten Räumen ein ansehnliches Bild erzeugen, darf man nicht den Lichtkegel laufen, denn sonst ist das Bild verdeckt. Hier hilft eine strenge Sitzordnung – oder ein Kurzdistanz-Beamer. Auf der IFA wird man einige solche Geräte begutachten können. So projiziert der PH450 von LG aus knapp 40 Zentimetern ein zwei Meter großes Bild (80 Zoll Diagonale) mit 1280 × 720 Bildpunkten. Der LG-Beamer arbeitet komplett drahtlos. Im Gerät steckt ein Akku, der für zweieinhalb Stunden Filmgenuss reichen soll. Die Filme schickt man per WiDi oder Miracast zum Beamer oder spielt sie von einem angeschlossenen USB-Massenspeicher zu.

Der Kurzdistanz-Beamer PH450 von LG arbeitet dank eingebautem Akku autark.

Der PH450 soll 450 Lumen hell leuchten und dank LED-Technik in wenigen Sekunden einsatzbereit sein – und nach dem Ausschalten kann man ihn sofort verstauen. Er misst nur 13,5 cm × 20 cm, ist 8 cm hoch und wiegt gerade mal 1,1 Kilogramm. Er soll für etwa 650 Euro angeboten werden.

Hisense will auf der IFA den ersten der Kurzdistanz-Projektor mit 4K-Auflösung vorstellen: Das Hisense-Laser-Cast-System projiziert aus nur 40 Zentimetern 3840 × 2160 Pixel auf eine 2,54 Meter (100 Zoll Diagonale) große, mit Fresnel-Linsen beschichtete Leinwand. Der DLP-Beamer nutzt Laser-LEDs, er streamt Inhalte übers WLAN und hat Bluetooth, USB 3.0 und HDMI 2.0 eingebaut. Über den Preis schweigt sich der chinesische Hersteller noch aus. (uk@ct.de)

Hisense: Halle 6.2, Stand 202

LG: Halle 18, Stand 101

Tablet-Notebook-Hybride

Hybrid-Geräte zwischen Notebook und Tablet wie das Medion P3401T wird es auf der IFA häufiger zu sehen geben.

Einer von zahlreichen Tablet/Notebook-Hybriden mit abnehmbarer Tastatur dürfte Medions P3401T sein. Das Display misst 12,5 Zoll und hat einen 16:10-Touchscreen mit 1920 × 1200 Pixeln. Das Gerät hat einen integrierten Standfuß im Tablet-Teil. Im Aluminium-Gehäuse wird ein Core-m-Prozessor von Intel stecken, allerdings noch aus der Skylake-Generation. Der rechtzeitig zur IFA enthüllte Nachfolger Kaby Lake kommt bei Medion noch nicht zum Einsatz.

An der linken Seite gibt es einen USB-C-Port und eine klassische USB-Buchse, beiden mit USB-3.0-Tempo. Über den MicroSDXC-Kartenleser kann der Speicherplatz der maximal 512 GByte großen interne SSD aufgestockt werden. Auf der rechten Gehäuseseite hat das Tablet auch noch einen USB-2.0-Anschluss. Medion verspricht rund acht Stunden Laufzeit für das knapp 10 Millimeter dicke Gerät. Das Tablet bringt knapp 1200 Gramm auf die Waage, zusammen mit der Tastatur sind es 2 Kilogramm.

Der Notebook-Hybride soll ab dem vierten Quartal ab 800 Euro inklusive Tastatur erhältlich sein. Medion zeigt das Gerät am Stand der Konzern-Mutter Lenovo. (asp@ct.de)

Medion/Lenovo: Halle 11.2, Stand 101

Kamera-Smartphone

Sonys neues Xperia XZ wirkt wie eine aktualisierte Version des Xperia X Performance.

Sonys neues Android-Topmodell Xperia XZ wartet zwar mit Qualcomms schnellstem Prozessor und einer der besten Smartphone-Kameras auf, im Grunde handelt es sich jedoch um ein Xperia X Performance mit einer leicht aktualisierten Kamera, Typ-C-Ladebuchse und neuem Gehäuse-Design.

Das 5,2 Zoll große Display des Xperia XZ zeigt nur Full HD und das immerhin 700 Euro teure Gerät muss mit 3 GByte RAM auskommen. Der Flash-Speicher ist 32 GByte groß und kann mithilfe von MicroSD-Karten ergänzt werden. Punkte macht das Xperia XZ mit seiner 23-Megapixel-Kamera gut. Sie arbeitet mit einem Laser-Autofokus und wartet mit zusätzlichem Farbsensor auf (RGBC-IR-Sensor).

Geladen wird das Smartphone über eine USB-C-Buchse mit der Schnellladetechnik Qualcomm QuickCharge 3.0. Nach zehnminütigem Aufladen soll der Akku laut Hersteller wieder 5,5 Stunden lang durchhalten. Daten überträgt die Schnittstelle aber nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit. Das Sony Xperia XZ wird 690 Euro kosten. (hcz@ct.de)

Sony: Halle 20, Stand 101

Smartwatches und Fitness-Tracker

Die Smartwatches von Michael Kors setzen auf runde Displays und laufen mit Android Wear.

Nachdem der Smartwatch-Trend zunächst von IT- oder CE-Firmen ausging, springen immer mehr klassische Uhrenhersteller wie Tag Heuer und Casio auf den Trend auf.

In die Vollen geht die Fossil Group, die auch unter ihren Tochter-Marken Chaps, Diesel, Emporio Armani, Kate Spade New York, Michael Kors, Misfit und Skagen diverse Smartwatches mit und ohne Display sowie klassische Fitness-Tracker anbieten will. Das nötige Know How hatte sich Fossil unlängst für 260 Millionen Dollar (rund 241 Millionen Euro) durch die Übernahme des Fitness-Tracker-Experten Misfit gesichert.

Samsung stellt die Smartwatch Gear S3 zur IFA vor. Wie das Vorgängermodell wird sie wieder auf das hauseigene Tizen-Betriebssystem setzen und ein rundes Display haben. Apropos rund: Asus will in Berlin die Zenwatch 3 zeigen. Nach zwei Vorgängern mit eckigen Display wird auch die neue Zenwatch wohl ein rundes Display bekommen. (spo@ct.de)

Asus: Halle 25, Stand 201

Misfit: Halle 7.2a, Stand 120

Samsung: CityCube B, Stand 101

WLAN mit MU-MIMO

TP-Link Repeater RE650: Einer der zahlreichen Vertreter mit der neuen MU-MIMO-Technik

Die Zahl der WLAN-Geräte mit der neuen Übertragungstechnik MU-MIMO (Multi User Multiple Input Multiple Output). Zum Angebot gehören Router von AVM, Asus, Belkin, Netgear, Sitecom, TP-Link, Trendnet und Zyxel. Adapter zum Nachrüsten liefern Asus, Belkin und Killer Networking, Laptops mit MU-MIMO gibt es von Acer, Dell und MSI. Repeater haben Netgear, Belkin und TP-Link im Programm. Details zu den Geräten und zu den Vorteilen der MU-MIMO-Technik finden Sie auf Seite 134. (apoi@ct.de)

AVM: Halle 17, Stand 109

Belkin: Halle 3.2, Stand 121

Netgear: Halle 3.2, Stand 121

TP-Link: Halle 17, Stand 111

HiRes-Audiostreamer

Onkyo hat gleich zwei HiRes-Netzwerkspieler fürs HiFi-Rack im Gepäck. Der NS 6130 lässt sich über Ethernet oder WLAN (2,4 und 5 GHz) ins Netz einbinden und spielt alle gängigen Dateiformate bis hin zu hochaufgelöstem PCM-Material mit 24 Bit/192 kHz oder DSD-Material (Direct Stream Digital) mit einer Samplingrate von bis zu 11,2 MHz. Herzstück ist AKMs DAC AK4452 mit 32 Bit/768 kHz. Das Radio-Portal TuneIn sowie die Musikdienste Deezer und Tidal sind integriert; Letzterer bietet ein Musik-Abo mit verlustfrei kodierter Musik an. Darüber hinaus unterstützt der Spieler mit AirPlay, Google Cast und Spotify Connect alle derzeit üblichen Streaming-Protokolle, um Musik direkt vom Smartphone auf die Anlage zu schicken. Der NS 6130 soll Mitte September für 500 Euro auf den Markt kommen.

Onkyos neue Netzwerkspieler unterstützen hochaufgelöstes Klangmaterial mit bis zu 24 Bit/192 kHz und Direct Stream Digital.

200 Euro mehr kostet das Top-Modell NS 6170. Der große Bruder basiert auf einem Doppel-Mono-Verstärkeraufbau mit separater Stromversorgung für eine noch bessere Kanaltrennung bei der Wiedergabe. Zudem ist er für die HiRes-Wiedergabe mit einem speziellen DIDRC-Filter ausgestattet (Dynamic Intermodulation Distortion Reduction Circuit). Er soll beim Abspielen hochaufgelöster Musik durch das Entfernen hochfrequenter Störsignale für eine noch natürlichere Wiedergabe sorgen. (sha@ct.de)

Onkyo: Halle 1.2, Stand 201

Smart Home mit Z-Wave

In Halle 6.2, Stand 140 findet man allerlei Neuheiten rund um das Smart-Home-System Z-Wave. Popp & Co. stellt den ersten Z-Wave-Regenmesser „Z-Rain“ vor. Darüber hinaus präsentiert das Unternehmen mit dem „Popp HUB“ seine neue Steuerzentrale für das vernetzte Zuhause.

Fibaro zeigt seinen „Button“: Das in acht Farben erhältliche Gerät lässt sich sowohl als Panik-Knopf als auch zur komplexen Szenensteuerung verwenden. Dabei erkennt der Button ein- bis fünffaches Drücken sowie Gedrückt-Halten und löst entsprechende Aktionen aus. Aeotec (Aeon Labs) will den weltweit ersten LED-Stripe mit integriertem Z-Wave-Funk sowie einen Wandschalter mit Glasoberfläche demonstrieren.

TKB Home bringt einen Wandthermostaten sowie verschiedene Wandschalter mit nach Berlin. Das französische Unternehmen Swiid hat eine Fernbedienung dabei, die mit Infrarot und Z-Wave arbeitet. Außerdem wird das DIY-Projekt „Z-Uno“ vorgestellt: ein programmierbarer Mikrocontroller, mit dem sich beliebige Geräte per Z-Wave ins Smart Home integrieren lassen sollen. (nij@ct.de)

Z-Wave: Halle 6.2, Stand 140

Selfie-Drohne

Drohne für Selbstverliebte: Auf Wunsch umkreist Yuneecs Breeze den Piloten auf Schritt und Tritt.

Multikopter-Hersteller Yuneec präsentiert zur IFA den „Breeze 4K“ – einen kleinen Quadkopter, dessen Spezialität Selfies aus der Luft sind. Gedacht ist der Quadrokopter für Abenteurer und Reisende. Aber auch für alle anderen, die sich gerne aus der Luft filmen möchten. Der Breeze 4K wird mittels Smartphone oder Tablet gesteuert und überträgt das Live-Bild in 720p-Auflösung auf den Bildschirm des Gerätes. Neben der manuellen Steuerung stehen dem Piloten automatisierte Flugfunktionen wie etwa Journey, Orbit, Follow Me und mehr zur Verfügung. Im Modus Orbit umkreist der Breeze 4K automatisch den Piloten oder ein anderes Objekt, wahlweise links oder rechts herum. Ab September ist Yuneecs Selfie-Drohne für 500 Euro erhältlich.

Drohnen-Hersteller Parrot bringt seinen Nurflügler „Disco“ mit nach Berlin: Disco erinnert an ein kleines Flugzeug. Die bis zu 80 km/h schnelle Drohne überträgt ihr Kamera-Bild auf eine Videobrille (Cockpit-Glasses). Das Bundle aus Disco, Brille und neuem Sky Controller ist ab September für 1300 Euro erhältlich. (Kamal Vaid/vza@ct.de)

Parrot: Halle 3.2, Stand 130

Yuneec: Halle 3.2, Stand 133

Drahtlose Leuchten

Philips erweitert sein Hue-Programm von der Spot-Leuchte „Pillar“ (im Bild) bis hin zu Pendelleuchten wie „Being“ oder „Amaze“.

Philips erweitert sein Lichtsystem Hue um 30 Komponenten. Der Bewegungsmelder „Motion Sensor“ kann die Hue-Lampen je nach Anwesenheit der Nutzer automatisch steuern. Der Infrarot-Sensor erfasst einen Winkel von 100 Grad und wird mit zwei AAA-Batterien betrieben, die eine Laufzeit bis zu drei Jahren gewährleisten sollen. Ein integrierter Helligkeitssensor erlaubt automatische Schaltvorgänge abhängig vom Umgebungslicht. Hue-Lampen sollen sich mit Hilfe des Bewegungsmelders auch gedimmt anschalten lassen, um die Nutzer mitten in der Nacht nicht zu blenden. An einer Hue-Bridge lassen sich bis zu zwölf Motion Sensors anmelden.

Darüber hinaus stellt das Unternehmen 29 neue Lampen und Leuchten vor. Darunter Hue-Spots in herkömmlicher GU-10-Tiefe und verbesserte E27-Leuchtmittel, bei denen die häufig kritisierte Grün-Schwäche beseitigt worden sein soll. Hinzu kommen diverse Steh-, Hänge- und Wandleuchten, die im Vergleich zu den bisherigen Serien Beyond und Phoenix deutlich günstiger sind. Sie alle lassen sich zwischen Kerzenlicht (2200 K) und Tageslichtweiß (6500 K) in der Farbtemperatur frei justieren.

Die neuen Hue-Komponenten sollen ab Ende Oktober verfügbar sein. Die GU10-Leuchtmittel kosten als Doppelpack 60 Euro, Spotleuchten sind ab 65 Euro zu haben und die Pendelleuchten Namens Amaze, Cher oder Fair kosten je 200 Euro. (sha@ct.de)

Philips: Halle 22, Stand 101

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