c't 2/2016
S. 21
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VPN-Router für All-IP-Umstieg

Der xDSL-Router Lancom 1784VA besitzt intern gleich vier ISDN-Ports, um ISDN-Tk-Anlagen und -Telefone in die All-IP-Ära hinüberzuretten.

Lancom Systems hat mit dem Modell 1784VA seine Palette All-IP-fähiger Router nach oben erweitert: Das für kleine bis mittlere Firmen vorgesehene Gerät besitzt gleich vier ISDN-Ports (2 × NT, 2 × NT/TE). Mit ihnen lassen sich auch Anlagenanschlüsse nachbilden, um ISDN-Tk-Anlagen an All-IP-Netzen weiter zu nutzen. Dazu unterstützt der Router SIP-Trunking. Parallel zu den ISDN-Nummern kann man bis zu zehn VoIP-Nebenstellen betreiben, was sich über kostenpflichtige Optionen auf bis zu 40 Nebenstellen erweitern lässt. Damit so viele Gespräche gleichzeitig geführt werden können, muss der xDSL-Upstream freilich ausreichend Kapazität vorhalten: Pro HD-Telefonat sind mit dem G.722-Codec 64 kBit/s nötig.

Die Internetverbindung baut der Router über sein Vectoring-fähiges xDSL-Modem auf (max. 100 MBit/s im Downstream) und gibt sie intern über vier Gigabit-Ethernet-Ports weiter. Diese Ports lassen sich individuell zu einer DMZ, zusätzlichen WAN-Ports oder für Monitoring umkonfigurieren. Aus den ab Werk verfügbaren fünf IPSec-VPN-Tunneln kann man gegen Gebühr maximal 25 machen. WLAN-Schnittstellen besitzt der 1784VA nicht. Er kann aber – per kostenpflichtiger Option – mit einem Soft-WLAN-Controller bis zu sechs Lancom-APs steuern. Der 1784VA soll 951 Euro kosten, eine Option für zehn weitere VoIP-Teilnehmer kommt auf 237 Euro. (ea@ct.de)

Linux als NAS-App

Beim QNAP TS-453A läuft Linux in einem LXC-Container isoliert vom NAS-Betriebssystem QTS.

Für die Netzwerkspeicher der TS-x53A-Baureihe setzt QNAP auf einen Quad-Core-Celeron N3150 aus Intels Braswell-Generation, der mit 1,6 GHz läuft und im Burst auf 2,08 GHz hochschaltet. Dank AES-NI-Befehlserweiterung dürfte der NAS-Durchsatz anders als bei älteren Celeron-NAS mit verschlüsselten Volumes nur wenig einbrechen. Je nach Modell stehen zwei bis acht Plattenslots, 4 oder 8 GByte RAM und zwei oder vier Gigabit-LAN-Ports bereit. Dazu kommen gleich zwei HDMI-Ausgänge, die 4K-Videos nur mit höchstens 25/30 Hertz Bildwiederholrate ausgeben. Einen Monitor-Port kann man beispielsweise für Videowiedergabe über das Mediencenter Kodi als NAS-App nutzen, während der andere HDMI-Port einer virtuellen Maschine als Bildausgabe dient.

Bei der x53A-Serie hebt QNAP die neue NAS-App Linux Station hervor, bei der ein reguläres x86-Linux als LXC-Container isoliert vom NAS-Betriebssystem QTS laufen kann. So lassen sich eigene Server-Funktionen auf dem NAS realisieren, wenn man nicht auf die in QNAPs App-Katalog verfügbaren oder im NAS-Betriebssystem QTS integrierten Dienste zurückgreifen will. Für das kleinste Modell TS-253A-4G mit 4 GByte RAM und zwei Plattenslots setzt QNAP 392 Euro (UVP) an, die größte Variante kommt auf 987 Euro (TS-853A, 8 GByte RAM, 8 Slots). (ea@ct.de)

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