c't 2/2016
S. 33
News
Mobiles

Moto X Force mit bruchsicherem Display

Das Moto X Force ist ein High-End-Smartphone mit besonders robustem Display.

Motorola verspricht für sein High-End-Smartphone Moto X Force ein bruchsicheres Display-Glas und gibt vier Jahre Garantie auf gesplitterte Bildschirme. Fünf Materialschichten sollen einen Aufprall ausreichend dämpfen. Kratzer und ähnliche Beschädigungen sind hingegen von der Garantie ebenso ausgeschlossen wie Schäden am Rest des Geräts. Das Smartphone sei „nicht stoßfest oder darauf ausgelegt, allen Sturzschäden standzuhalten“.

Mit 5,4 Zoll Diagonale ist der Bildschirm kleiner als beim Moto X Style, nutzt aber die farbkräftigere AMOLED-Technik. Dank der gleichen Auflösung von 2560 × 1440 Pixeln ist er etwas schärfer (540 dpi). Für eine hohe Leistung sorgt ein Qualcomm Snapdragon 810 mit acht Kernen, denen 3 GByte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Der interne Flash-Speicher fasst bis zu 64 GByte, ein MicroSD-Slot ist vorhanden. Die bereits in der Style-Variante mit guten Bildern überzeugende 21-MP-Kamera (siehe c’t 27/15, S. 106) ist auch beim Force dabei, ebenso wie die 5-MP-Frontkamera mit Blitz. Der größere Akku soll für zwei Tage Einsatzzeit reichen. Eine wasserabweisende Beschichtung schützt die Innereien vor Flüssigkeiten.

Ausgeliefert wird das Smartphone mit nur geringfügig verändertem Android 5.1, ein Update auf 6.0 soll folgen. Ab Januar wird das Moto X Force für 700 Euro in Deutschland erhältlich sein. Beim Kauf auf der Motorola-Webseite lassen sich Farben und Materialien individuell anpassen, anderswo stehen nur die vorgegebenen Designs zur Auswahl. (asp@ct.de)

Jolla kann mit frischem Geld weitermachen

Jolla hat seine aktuelle Finanzierungsrunde doch noch erfolgreich abgeschlossen. Damit ist das drohende Aus des Sailfish-OS-Entwicklers abgewendet, wie die finnische Firma bekannt gab. Nach dem Absprung eines Hauptinvestors musste man Ende November die Hälfte seiner 100 Mitarbeiter entlassen.

Jolla wurde von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern 2011 gegründet, um dessen quellenoffenes mobiles Linux-Betriebssystem MeeGo weiterzuentwicklen und auf dieser Basis neue Geräte wie Smartphones und Tablets zu veröffentlichen. Dafür setzt man inzwischen auch auf externe Hardware-Partner und vergibt an diese Lizenzen für Sailfish OS. Die eigene Hardware-Entwicklung hatte man im Juli bereits abgespalten.

Laut Jolla-Chef Antti Saarnio will man sich nun verstärkt auf Schwellenländer konzentrieren, insbesondere Russland und Indien. Die Partner sollen auch die teure länderspezifische Forschung und Entwicklung übernehmen, Jolla will nur noch am Kernsystem arbeiten sowie die App-Entwickler unterstützen.

Klarer ist inzwischen das Schicksal des verspäteten hauseigenen Jolla-Tablets. Die meisten Geldgeber werden das Tablet nicht mehr erhalten, es wird nur noch eine kleine Charge des per Crowdfunding finanzierten Geräts ausgeliefert. Stattdessen soll es eine bislang unbekannte Entschädigung für leer ausgegangene Käufer geben. Von einer zuvor angedeuteten Rückerstattung spricht Jolla aber nicht mehr. (asp@ct.de)

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