c't 20/2016
S. 154
Test
Videoschnitt unter Android
Aufmacherbild

Mobiles Filmstudio

Videoschnitt mit dem Android-Smartphone

Für Kurzreportagen oder Erinnerungsfilme kann das Smartphone zum Werkzeug Nummer eins werden, denn es ist stets dabei. Videoschnitt-Apps ersetzen keinen professionellen Schnittplatz, versprechen aber kurze Einarbeitungszeit und locken mit schnellen Resultaten.

Wer seine Smartphone-Videos unbearbeitet veröffentlicht, verschenkt eine Menge Potenzial. Ein kurzes Intro, ein Zwischenschnitt auf ein Detail und Hintergrundmusik gestalten den Film interessant und knüpfen an Bekanntes an – schließlich hat jeder bereits Hunderte Stunden vor dem Fernseher verbracht.

Der Weg über den PC ist jedoch kompliziert – für viele zu viel Aufwand. Videoschnitt-Apps bearbeiten Filme direkt nach der Aufnahme auf dem Mobilgerät, versehen sie mit Übergangseffekten, Farb-Looks, Musik und Kommentar und stellen sie ohne Umweg online. Einsteigern versprechen sie schnelle Ergebnisse, da die Apps in der Regel weniger überladen sind als Desktop-Programme.

Mittlerweile stehen etliche Videoschnitt-Apps für Android zur Verfügung, die Clips mit Musik und Übergängen zu einem Film verbinden. Apps, die Videos automatisch bearbeiten, wie Magisto und GoPro Quik, haben wir nicht getestet. Solche, die Clips lediglich vorne und hinten trimmen, fielen ebenfalls raus. Auch Apps, die bei jeder Änderung den Clip neu rendern, haben wir aussortiert. So blieben sechs Apps übrig: NexStreaming Kinemaster, Magix Movie Edit Touch, CyberLink PowerDirector, Adobe Premiere Clip, Shanghai Enjoy VideoShow Pro und WeVideo vom gleichnamigen Hersteller.

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