c't 20/2016
S. 162
Hintergrund
3D-Schnittstelle Metal
Aufmacherbild
Illustration: Rico Hofmann

Metal Gear

Apples neue Grafikschnittstelle für den Mac

Metal soll nicht nur 3D-Spiele unter OS X um bis zu 50 Prozent beschleunigen, sondern auch viele Anwendungen beflügeln. Entwickler sind von dem neuen API angetan und erste Tests liefern vielversprechende Ergebnisse. Ein klassisches Apple-Problem löst aber auch Metal nicht.

Low-Level-Grafikschnittstellen, die direkter auf die Hardware zugreifen, sind en vogue. Sie versprechen, aus derselben GPU mehr Performance als ihre Vorgänger herauszuholen, speziell wenn die CPU und nicht die Grafikkarte die Geschwindigkeit beschränkt. Drei solcher APIs sind in letzter Zeit veröffentlicht worden: Vulkan wird von einem Konsortium gepflegt und ist auf allen großen Plattformen verfügbar. Das Microsoft-Eigengewächs Direct3D 12 existiert hingegen ausschließlich für Windows-10-PCs und die Xbox One. Metal wiederum läuft nur auf Apple-Hardware und soll dort die neue Standard-Grafikschnittstelle werden.

Unter OS X übernahm bislang OpenGL (Open Graphics Library) diese Rolle. Sie beschleunigt die grafische Oberfläche, einige Funktionen wie Photoshop-Filter und natürlich 3D-Spiele. OpenGL ist ein ausgereiftes API (Application Programming Interface, Programmierschnittstelle), mit dem sich viele Entwickler gut auskennen. Es funktioniert plattformübergreifend und wird von allen GPU-Herstellern unterstützt.

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Seit Ende Juli 2016 unterstützt das Online-Rollenspiel World of Warcraft neben OpenGL auch Apples 3D-Schnittstelle Metal.