c't 20/2016
S. 96
Praxis
Windows-Wurzelbehandlung: Anderen helfen

Fernwartung

Anderen bei Windows-Problemen helfen

Wenn Windows-Probleme nicht am eigenen Rechner auftreten, sondern an dem von Freunden oder Verwandten, steht man als Helfer vor zusätzlichen Herausforderungen. Einige Tipps dazu.

Wenn man mal wieder per Telefon um Hilfe bei Windows-Problemen gebeten wird, sind nicht nur PC-Kenntnisse gefragt, sondern auch eine gewisse Sozialkompetenz. Denn zuerst muss man mal herausfinden, was überhaupt los ist. Das beginnt schon damit, dass das Telefon ein eher ungeeigneter Kommunikationskanal ist. Denn dabei verbringt man allzu oft mehr Zeit mit Aneinandervorbeireden als mit Helfen, weil der andere mal wieder Word und Windows durcheinander bringt. Wenn möglich, fahren Sie am besten hin und nehmen Sie den betroffenen PC persönlich in Augenschein. Setzen Sie sich gemeinsam vor den Rechner und lassen Sie sich das Problem dort nicht nur erklären, sondern vor allem auch vorführen.

Wenn Sie erst mal verstanden haben, was los ist, ist die Anwesenheit des anderen oftmals nicht nur überflüssig, sondern sogar störend. Denn erfahrungsgemäß probiert man verschiedene Lösungen aus, und wenn die ersten nicht den gewünschten Erfolg zeigen, mag der andere beim Blick über Ihre Schulter schon mal an Ihrer Kompetenz zweifeln. Also lösen Sie das Problem besser in Ruhe und allein. Am komfortabelsten ist es also, den PC mitzunehmen oder sich bringen zu lassen – professionelle PC-Servicedienstleister lassen sich den PC ja auch in die Werkstatt bringen. Bei der Überzeugungsarbeit hilft oft das Argument, dass der beim Check unbekannter PCs routinemäßig fällige Virenscan mit Desinfec’t oder dem c’t-Notfall-Windows ohnehin so lange dauert, dass er über Nacht laufen muss.

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