c't 20/2016
S. 80
Vorsicht, Kunde
Anschlusssperre
Aufmacherbild
Bild: Peter Stemmler

Am Drücker

O2 sperrt Geschäftskundin den Internet-Zugang

Im Streit um die Rechnung ist die Sperre des Anschlusses das scharfe Schwert der Mobilfunkanbieter. Mitunter reicht es schon, eine Rechnung zu reklamieren, um überraschend ohne Internet-Zugang dazustehen.

Annika S. ist seit vielen Jahren Geschäftskundin bei O2. Für die Dozentin an einer Fachschule ist der mobile Internetanschluss ein wichtiges Arbeitsutensil. Im Frühjahr verlängerte sie ihren Vertrag mit O2 und erwarb bei dieser Gelegenheit ein neues Handy, ein iPhone 6s. Das neue Gerät machte allerdings viel Ärger: Telefonate scheiterten, Gespräche brachen mittendrin ab. Annika S. reklamierte die Mängel, und O2 riet daraufhin dieses und jenes. Abhilfe schaffte letztlich der Tausch des Geräts nach mehreren Wochen.

Aber dann ging der Ärger erst richtig los: Im Rahmen der Fehlersuche hatte O2 auch die SIM-Karte getauscht, wohl um diese als Fehlerursache auszuschließen. Am 13. Juli erhielt Annika S. eine ungewöhnlich hohe Rechnung. Bei der Prüfung stellte sie fest, dass O2 ihr für den von ihr nicht beauftragten Tausch der SIM-Karte 24,99 Euro berechnet hatte.

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