c't 20/2016
S. 50
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Spielkonsolen

Ultra verspielt

Sonys PS4 Pro mit 4K-Ausgabe

Sony bringt zwei neue Modelle der Playstation 4 auf den Markt. Das große Pro-Modell bekommt eine doppelt so schnelle Grafikeinheit, kann jedoch keine Ultra HD Blu-rays abspielen.

Sony hat in New York zwei neue Modelle der Playstation 4 angekündigt. Eine neue Slim-Version der PS4 kommt am 15. September zum Preis von 300 Euro auf den Markt. Sie löst das bisherige Modell ab und ist technisch nahezu identisch. Das Gehäuse ist etwas kleiner und vermutlich sinken auch Stromaufnahme und Lüfterrauschen, allerdings machte Sony dazu keine Angaben.

Am 10. November soll dann die PS4 Pro für 400 Euro folgen. Sie ist kompatibel zu allen PS4-Spielen. Auch künftig sollen alle Spiele sowohl auf der PS4 als auch auf der Pro laufen. Sony spendiert dem Pro-Modell jedoch eine mehr als doppelt so leistungsfähige Grafikeinheit. Die Zahl der Compute Units verdoppelt sich von 18 auf 36 und der Takt beschleunigt von 800 auf 911 MHz. Damit steigt die theoretische GPU-Rechenleistung von 1,84 auf 4,2 TFlops. Die CPU wird etwas höher getaktet (2,1 statt 1,6 GHz). Der Hauptspeicher bleibt bei 8 GByte GDDR5 RAM, schafft jedoch dank höherem Takt nun 218 GByte/s statt bislang 176 GByte/s. Bei den Anschlüssen kommt eine dritte USB-3.1-Buchse hinzu. Die austauschbare Festplatte speichert 1 TByte. Summa summarum liegt die theoretische Grafikleistung der PS4 Pro damit etwas unterhalb einer AMD RX-480-GPU, die auf Grafikkarten im Preisbereich zwischen 200 und 250 Euro eingesetzt wird.

Hübschere Spiele

Die höhere Leistung sollen Spiele für detailliertere Grafik-Effekte, aufwendigere Shader, größere Sichtweiten, bessere Kantenglättung und höhere Frameraten nutzen. Die Pro-Titel sollen mit höheren Auflösungen gerendert werden, die in Einzelfällen an 4K heranreichen (viele Titel ändern die Render-Auflösung dynamisch, um die Framerate konstant zu halten). Die grafischen Verbesserungen sollen sowohl auf 4K-Fernsehern als auch auf HDTVs sichtbar sein. Ebenso sollen VR-Spiele von stabileren Frameraten, verbesserter Kantenglättung und einer höheren Render-Auflösung profitieren.

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