c't 20/2016
S. 23
News
Notebooks und Tablets

Touchfeld statt Tastatur

Wo andere Geräte ihre Tastatur haben, steckt beim Lenovo Yoga Book ein vielseitiges Touchpad.

Anstelle einer Tastatur steckt im 2-in-1-Tablet Lenovo Yoga Book in der unteren Hälfte ein großes Eingabefeld. Für das liefert Lenovo einen induktiven Stift von Wacom mit, es kann aber auch ein Keyboard anzeigen und mit Fingern bedient werden. Umgeschaltet wird per Druck auf das Touchfeld oder automatisch, abhängig von der gestarteten App oder Stellung des 360-Grad-Scharniers. Beim Tippen vibriert das Pad, was zwar einen echten Tastenhub nicht ersetzt, aber genug Feedback fürs schnelle Schreiben lieferte.

Der Stift arbeitet in bis zu zehn Millimeter Abstand von der Oberfläche, sodass zwischen Eingabefeld und Stylus ein Block Papier liegen darf. Steckt im Stift die mitgelieferte Kugelschreibermine, landen Notizen sowohl auf dem Papier als auch auf dem Gerät. Eine wechselbare weiche Stiftspitze zum Zeichnen direkt auf dem Eingabefeld und dem Tablet-Touchscreen liegt bei.

Wahlweise gibt es das Yoga Book mit Windows 10 oder einem stark angepassten Android 6.0. Letzteres bietet eine Taskleiste und die Möglichkeit, Apps im Fenster zu starten.

Rund 690 Gramm wiegt das zusammengeklappt 9,6 Millimeter dünne Gerät. Ein 8500 mAh-Akku soll für 13 bis 15 Stunden Laufzeit sorgen. Der IPS-Bildschirm ist 10,1 Zoll groß und kommt mit Full-HD-Auflösung. Die weitere Ausstattung besteht aus einem Intel Atom x5-Z8550 mit 2,4 GHz Turbo-Takt, 4 GByte Arbeitsspeicher, 64 GByte internem Speicher und 11ac-WLAN. An der Seite liegen je ein USB-C- und ein Micro-HDMI-Anschluss sowie ein Micro-SD-Slot.

Das Yoga Book soll ab September erhältlich sein. Für die Android Version werden 500 Euro fällig; die Windows-Version kostet 600 Euro. Im Lieferumfang sind der Stift und ein Zeichenblock dabei. (asp@ct.de)

21-Zoll-Notebook mit Curved-Display

Mehr Power: Acer packt beim Predator 21 X einen High-End-Spiele-PC in ein monströses Notebook-Gehäuse.

Acer hat mit dem Predator 21 X ein neues Notebook für ambitionierte Spieler angekündigt. Trotz 21-Zoll-Display, mechanischen Tasten, zwei Netzteilen und massiven 8 Kilogramm Gewicht ist es theoretisch tragbar.

Gleich zwei mobile GTX-1080-Chips im SLI-Verbund befeuern das gekrümmte IPS-Display mit seinen ungewöhnlichen 2560 × 1080 Pixeln (21:9). Ihnen soll ein Intel Core i7 aus der Kaby-Lake-Generation zur Seite stehen, und zwar in einer bisher nicht erhältlichen Quad-Core-Variante mit freiem Multiplikator. Vier DDR4-Slots fassen bis zu 64 GByte RAM, und maximal vier SSDs können als RAID-0-Verbund zusammenarbeiten. All diese Komponenten lassen sich über eine Wartungsklappe tauschen.

Um die Kühlung kümmern sich mehrere Heatpipes und fünf Lüfter. Über der Tastatur ist ein Fenster eingelassen, das den Blick auf einen der Miefquirls freigibt. Neben der Tastatur mit mechanischen Cherry-MX-Schaltern und RGB-Beleuchtung befindet sich ein herausnehmbares Kästchen mit Ziffernblock auf der einen und einem Touchpad auf der anderen Seite. Das Modul lässt sich ausklinken und je nach Bedarf drehen.

Ein Eye-Tracking-System soll in Spielen für bessere Übersicht sorgen und etwa Gegner automatisch anvisieren, wenn man diese anblickt. Gleichzeitig dient die Kamera auch als Windows-Hello-Kamera zum Anmelden an Windows 10. Vier Lautsprecher und zwei Subwoofer sorgen für angemessene akustische Untermalung.

Das Predator 21 X soll ab Januar im Shop von Acer erhältlich sein. Auf Wunsch lässt sich außer der Hardware auch die Beklebung individualisieren, um etwa das Clan-Logo zu zeigen. Einen Preis nennt Acer nicht, er dürfte aber über 3000 Euro liegen. (asp@ct.de)

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