c't 20/2016
S. 26
News
Netze

IP-Kameras für innen und außen

Die WLAN-Kameras D-Link DCS-936L (links) und DCS-2530L für Innenräume liefern auch bei wenig Umgebungslicht brauchbare Bilder.

D-Link bringt drei neue IP-Kameras für unterschiedliche Einsatzzwecke heraus. Die WLAN-Kameras DCS-2530L und DCS-936L sind für Innenräume gedacht. Infrarot-LEDs sorgen dafür, dass man auch bei wenig Licht im Nahbereich noch etwas sieht. Beide Geräte haben einen MicroSD-Slot und können bei Geräuschen oder Bewegungen im Erfassungsbereich Videos auf eine MicroSD-Karte aufzeichnen sowie auf Wunsch eine Benachrichtigung an den Besitzer schicken. Das 2530er-Modell zeichnet mit Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel) bei 180° Sichtwinkel auf; die DCS-936L bietet HD-Auflösung (1280 × 720 Pixel) bei 120°.

Die DCS-8700LH ist für den Außeneinsatz konzipiert. Diese Full-HD-Kamera mit 180°-Sichtfeld kann außer über WLAN alternativ per LAN-Kabel ins Netz eingebunden werden. Sie ist wasser- und staubdicht (IP65) und hat einen Bewegungsmelder, der bis zu acht Meter abdeckt. Alle drei Geräte sollen im letzten Quartal 2016 in den Handel kommen. Die Preise sind noch offen. (apoi@ct.de)

DECT-Erweiterung für Lancom-Router

Die DECT-Basis Lancom DECT510IP bindet bis zu sechs Schnurlostelefone übers LAN an VoIP-fähige Router an.

Lancom Systems bringt für 165 Euro eine Gigaset-DECT-Basisstation mit eigener Firmware heraus. Die DECT 510IP soll mit allen VoIP-fähigen Lancom-Routern funktionieren. Dazu ist ein bereits verfügbares Firmware-Update auf die LCOS-Version 9.24 nötig.

Die DECT-Basis bedient laut Hersteller bis zu sechs Schnurlostelefone, wobei vier HD-Audio-Gespräche gleichzeitig laufen können. Sie meldet sich automatisch beim Voice-Call-Manager des Routers an (Autoprovisionierung) und lässt sich übers LAN-Kabel mit Energie versorgen (PoE nach IEEE 802.3af). Man kann zwar mehrere DECT-Basen für bessere Abdeckung größerer Gebäude aufstellen, Roaming während eines Gesprächs klappt aber nicht. (ea@ct.de)

LTE-Modem mit Fernspeisung

Das LTE-Modem Netgear LB1111 kann man dank Energieversorgung übers LAN-Kabel dort aufstellen, wo der Mobilfunkempfang besser ist.

Netgear hat ein LTE-Modem herausgebracht, das kleine Netze mit Internet per Mobilfunk versorgen soll. Es arbeitet nach CAT 4 und liefert maximal 150 MBit/s im Downstream sowie 50 MBit/s in Gegenrichtung. Bei schwachem oder fehlendem LTE fällt es auf UMTS-Betrieb zurück (max. 42 MBit/s Downstream). Den Internetzugang stellt das LB1111 über seinen Gigabit-Ethernet-Port bereit, wo man einen Breitband-WLAN-Router zum Weiterverteilen anschließen kann.

Die Besonderheit ist, dass man das 12 cm × 10 cm × 3 cm kleine Modem über das LAN-Kabel mit Energie versorgen kann. Einen PoE-Standard nennt Netgear im Datenblatt zwar nicht, aber da das Netzteil dort mit 12 Watt (12 V/1 A) spezifiziert ist, genügt IEEE 802.3af (max. 13 W am Gerät). Dank PoE lässt sich das Modem leicht in Fensternähe oder weiter oben in Gebäuden installieren, wo der Mobilfunkempfang tendenziell besser ist. Reicht das nicht, kann man zwei externe Antennen anschließen. Das LB1111 sollte mit Erscheinen dieser c’t für rund 150 Euro im Handel sein. (ea@ct.de)

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