c't 21/2016
S. 193
Spielekritik
Plattform-Puzzler
Aufmacherbild
Der vierbeinige Held als Klimazauberer: Mit der Essenz des Winters lässt er Wasser gefrieren und kann die Eisfläche dann problemlos überqueren.

Ein Fuchs für alle Jahreszeiten

Vier Wächter hüten die Essenzen der Jahreszeiten, die den Zauberwald beherrschen. Sie senden leuchtende Energieknospen aus, die Wald und Flur mit Eis überziehen, Pilze sprießen lassen und frühlingshafte Regenschauer herbeirufen. Doch eine frisch geschlüpfte Knospe erhält einen besonderen Auftrag: Unter Anleitung einer freundlichen Stimme soll sie sich mit einem Fuchs verbinden und Fragmente von jeder Jahreszeiten-Essenz stibitzen.

Seasons after Fall ähnelt in mancher Hinsicht dem österreichischen Überraschungshit „Ori and the Blind Forest“ vom vergangenen Jahr: Beide 2D-Plattformspiele glänzen mit handgezeichneten Figuren und Hintergründen, märchenhafter Atmosphäre und eingängigem Spielablauf. Der kleine Fuchs, mit dem man bei „Seasons“ durch die Level strolcht, lässt sich am besten mit einem Xbox-Controller steuern. Laufen, Springen und Kläffen sind zunächst die wichtigsten Funktionen – bis man die gesuchten Fragmente hat. Dann geht der Spaß erst richtig los. Mit dem linken Stick wählt man die gewünschte Jahreszeit und verwandelt die gesamte Umgebung. Der Herbst bringt Riesenpilze zum Blühen, die als Plattformen oder Aufzüge dienen. Teiche gefrieren im Winterwind, sodass man sie auf trockenen Pfoten überqueren kann. Frühlingsregen lässt Bäume sprießen, die es erlauben, in höher gelegene Bereiche vorzudringen. Vielfach sind Kombinationen nötig. So kann man Wasserfontänen mit der Kraft des Frühlings anschwellen lassen und sie dann mit dem Winterfragment einfrieren. Zudem gilt es andere Tiere wie Einsiedlerkrebse und Glühwürmchen so zu lenken, dass sie Passagen freischalten oder neue Pflanzen sprießen lassen.

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