c't 21/2016
S. 22
News
Storage

Samsung bringt schnelle M.2-SSDs

SSDs auf Speed: Die Samsung-SSDs 960 Evo und 960 Pro sollen beim Lesen mehr als 3 GByte/s erreichen.

SSDs mit PCIe-Interface sind viel schneller als SATA-Typen. Samsung bringt gleich zwei neue Modelle: 960 Evo und 960 Pro. Für volle Geschwindigkeit benötigen die NVMe-SSDs im M.2-Format 2280 ein Mainboard oder eine PCIe-Steckkarte mit vier PCIe-3.0-Lanes. Bei der 960 Evo nutzt Samsung hauseigenen 3D-TLC-Speicher, bei der 960 Pro kommt MLC-NAND-Flash zum Einsatz. Beide Modelle unterstützen Verschlüsselung mit AES 256.

Die 960 Evo kommt mit Kapazitäten von 256 GByte bis 1 TByte. Das größte Modell soll beim Lesen bis zu 3,2 GByte/s erreichen, beim Schreiben 1,9 GByte/s. Die kleineren Modelle sind beim Schreiben mit 1,8 respektive 1,5 GByte/s etwas langsamer. Auch bei den zufälligen Zugriffen ist das 1-TByte-Modell am schnellsten: Samsung gibt 380.000 IOPS beim Schreiben respektive 360.000 IOPS beim Lesen an. Die kleineren Modelle sind nur unwesentlich langsamer; sie haben 512 MByte DRAM-Cache, das 1-TByte-Modell 1 GByte.

Die 960 Evo soll im November verfügbar sein, Preise hat Samsung noch nicht bekanntgegeben. Die Garantie beträgt drei Jahre. In dieser Zeit dürfen die 1-TByte-Modelle mit maximal 400 TByte beschrieben werden, die kleineren Modelle mit 200 beziehungsweise 100 TByte.

Das Einstiegsmodell der 960 Pro speichert 512 GByte, Versionen mit 1 und 2 TByte sollen folgen. Wie bei den Pro-Modellen üblich, gewährt Samsung eine längere Garantie. Bei der 960 Pro sind es fünf Jahre – auf die Pro-Serie der SATA-Modelle gewährt Samsung zehn Jahre.

Bei den sequenziellen Übertragungsraten unterscheiden sich die unterschiedlich großen SSDs nicht: Alle sollen mit bis zu 3,5 GByte/s lesen und maximal 2,1 GByte/s schreiben. Samsung verspricht bis zu 440.000 IOPS beim Lesen und maximal 360.000 IOPS beim Schreiben, das kleinste Modell erreicht beim Schreiben maxmial 330.000 IOPS. Samsung nennt für die 2-TByte-Ausführung eine Endurance von 1200 TByte, bei den kleineren Typen sind es 800 beziehungsweise 400 TByte. 2 GByte Cache hat die 2-TByte-Version, die kleineren Modelle erhalten 1 GByte beziehungsweise 512 MByte.

Einen Termin für den Marktstart sowie Preise hat Samsung noch nicht genannt. (ll@ct.de)

Private Cloud-Box von Nextcloud

Die Nextcloud Box stellt 1 TByte Speicher für private Daten zur Verfügung.

Persönliche Daten bleiben privat: Statt Adressbücher und Dokumente bei Google & Co. zu sichern, kann man sie auch auf privater Hardware speichern: etwa mit dem ownCloud-Fork Nextcloud und der einfach installierbaren Nextcloud Box.

Die 70 Euro teure Box enthält 1 TByte Speicherplatz und muss noch um einen Raspberry Pi 2 ergänzt werden. Grundlage der Nextcloud Box ist die von WDLabs entwickelte Raspi-Festplatte PiDrive ( siehe c’t 11/16, S. 50). Raspi, Festplatte und Verkabelung teilen sich den Platz in der schwarzen Kiste.

Zum Lieferumfang gehört eine SD-Karte mit Canonicals Snappy Ubuntu Core. Diese spezielle Ubuntu-Variante nutzt das von Canonical vorangetriebene Paketformat Snap aus. Die Nextcloud-Software ist bereits vorinstalliert. Neben Nextcloud stehen auch noch ein Videochat-System und das Online-Office Collabora zur Verfügung. Weitere Software kann direkt als Snap nachinstalliert werden.

Laut Nextcloud soll das Ubuntu automatisch aktualisiert werden und wartungsfrei arbeiten, eine Administration durch den Besitzer ist nicht notwendig. Nach dem ersten Start von der SD-Karte läuft das System zum größten Teil von der Festplatte.

Die Nextcloud Box läuft bislang nur auf dem Raspberry Pi 2. Gegen Ende diesen Jahres will Nextcloud auch Raspberry Pi 3 und Odroid C2 unterstützen. (mls@ct.de)

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