c't 21/2016
S. 26
News
Netze

All-IP-Router mit schnellem WLAN und DECT-Telefonie

Der Asus DSL-AC87VG soll als Universalgerät Internet per Vectoring-VDSL ins Haus bringen, über zwei WLAN-Module verteilen und als Telefonzentrale für DECT-Mobilteile agieren.

Mit dem DSL-AC87VG wagt sich Asus auf neues Terrain: Es ist der erste xDSL-WLAN-Router der Taiwaner mit Telefonie für All-IP-Anschlüsse. Dafür enthält das Gerät eine DECT-Basisstation, die bis zu fünf Mobilteile bedient, sowie zwei Ports für analoge Telefoniegeräte, die auf RJ45- und TAE-Buchsen herausgeführt sind.

Dazu kommen die für die Geräteklasse üblichen Anschlüsse: Vectoring-fähiges ADSL2+/VDSL2-Modem, viermal Gigabit-Ethernet fürs LAN, ein weiterer Port als zweiter WAN-Anschluss, Simultan-Dualband-WLAN (IEEE 802.11n-450 und 802.11ac-1733) sowie zwei USB-Ports. Anders als das vergleichbare Fritzbox-Spitzenmodell 7580 hat der Asus-Router aber keinen ISDN-S0-Anschluss etwa für Tk-Anlagen.

Der DSL-AC87VG soll auch im Netz der Deutschen Telekom arbeiten können, also dessen Besonderheiten beispielsweise beim Multicast-IPTV berücksichtigen. Mit 230 Euro (UVP) ist der Asus-Router zwar kein Sonderangebot, aber ein gutes Stück billiger als AVMs Fritzbox 7580. Wie gut sich der DSL-AC87VG dagegen behauptet, untersuchen wir in einer kommenden c’t. (ea@ct.de)

cFosSpeed nun voll Windows-10-kompatibel

Nachdem Microsoft den cFos-Treiber signiert hat, lässt sich das IP-Optimierungstool cFosSpeed in der jüngst erschienenen Version 10.20 auch unter Windows 10 mit dem Anniversary Update 1607 verwenden. cFosSpeed greift an mehreren Stellen ins Windows-Networking ein: Es priorisiert den Datenverkehr automatisch abhängig vom Pakettyp, was beispielsweise bei VoIP-Streams in Spielen die Aussetzer reduziert, gibt Acknowledge-Paketen Vorrang oder vergrößert bei Bedarf das Receive-Window (RWIN), um Downloads an Leitungen mit hoher Laufzeit zu beschleunigen. (ea@ct.de)

Netzwerkspeicher fürs Rechenzentrum

Das Asustor AS6204RS (oben) speichert bis zu 40 TByte und soll knapp 360 MByte/s über seine vier LAN-Ports ausliefern. Das RS3617xs+ von Synology fasst maximal 120 TByte und soll sogar seine zwei 10GBase-T-Ports mit rund 2,3 GByte/s auslasten können.

Asustor hat mit dem Modell AS6204RS im 1U-Format (eine Höheneinheit im 19-Zoll-Gestell) ein kompaktes NAS ins Programm genommen: Sein Quadcore-Braswell-Prozessor läuft mit 1,6 GHz (Burst 2,2 GHz). Das Gerät besitzt vier Gigabit-Ethernet-Ports, bringt 4 GByte RAM mit (max. 8 GByte) und fasst vier Festplatten mit jeweils bis zu 10 TByte Speicherkapazität. Die Variante AS6204RD bringt zwei Netzteile für redundante Energieversorgung mit. Laut Hersteller soll das Gerät im RAID-5-Betrieb die aggregrierten LAN-Ports mit Transferraten von bis zu 357 MByte/s bedienen können. Es soll in den nächsten Wochen erhältlich werden; der Preis ist noch offen.

Synology legt bei seiner RackStation RS3617xs+ noch ein paar Schippen drauf: Hier sorgt ein Xeon-Hex-Core D-1531 mit 2,2 GHz (Burst: 2,7 GHz) für den Datenumschlag. Ab Werk stecken 8 GByte ECC-RAM (Error Correcting Code) drin, die sich auf 64 GByte ausbauen lassen. Die RS3617xs+ fasst maximal 12 Festplatten mit bis zu 10 TByte. Neben vier Gigabit-Ethernet-Anschlüssen stehen am etwas über 4000 Euro teuren NAS zusätzlich zwei 10GBase-T-Ports zur Verfügung. Kombiniert man letztere per Link Aggregation, soll das Gerät beim Lesen bis zu 2,3 GByte/s liefern. (ea@ct.de)

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