c't 22/2016
S. 138
Praxis
PowerPoint-Vorlagen gestalten
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Einmal richtig

Individuelle Vorlagen für PowerPoint-Präsentationen erstellen

Gut aufeinander abgestimmte Farben und einheitliche Schrift tragen entscheidend zur Wirkung einer Präsentation bei. Wer mit PowerPoint arbeitet, sollte sich einmal die Zeit nehmen, um eine rundum passende Vorlagen-Datei anzulegen. Das ist ganz einfach – wenn man das Konzept hinter den Office-Designs einmal verstanden hat.

Mit sogenanntem „Corporate Design“, kurz: CD, möchten Firmen erreichen, dass ihre Produkte und generell ihr Auftreten in der Öffentlichkeit unverwechselbar wirken. Firmenlogos, Briefbögen und Visitenkarten, heutzutage vor allem Dateien und der Webauftritt – alles soll aus einem Guss erscheinen und beim Betrachter sofort die Assoziation zum Unternehmen hervorrufen.

Gerade bei der Gestaltung von Vortragsfolien sollten solche Vorgaben für Farben und Schriften strikt beachtet werden – schließlich ist es der Hauptzweck der Folien, Informationen oder Produkte vor Publikum ansprechend zu präsentieren. Weit verbreitet ist das folgende Vorgehen: In letzter Minute bittet man einen Kollegen, von dem es heißt, dass er eine halbwegs passende Präsentation habe, um eine Kopie seiner Datei. Darin ersetzt man die Inhalte durch eigene Texte, Tabellen, Diagramme und Bilder – möglichst ohne die vorhandene Folien-Deko allzu sehr durcheinanderzubringen. Ein optimales Ergebnis erreicht man so allerdings nicht. Dafür sollte man einmalig etwas Zeit in eine ordentliche Vorlage investieren.

Falls die Präsentation mit PowerPoint gestaltet werden soll, hat man es dabei mit unterschiedlichen, teils konkurrierenden Konzepten zu tun. Es gibt hier nämlich einerseits Vorlagen-Dateien und andererseits die sogenannten Office-Designs, die auch in Word und Excel verwendet werden können. Zudem gibt es Farbschemata. Sie sind ein wichtiger, separat gespeicherter Bestandteil jedes Office-Designs. Schließlich beeinflussen auch die Folienmaster das Aussehen der fertigen Folie. Die Wirkung aller genannten Gestaltungsmittel können sich überlagern oder sogar aufheben – mitunter ohne dass der Anwender dies beabsichtigt.

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