c't 23/2016
S. 40
News
Internet, Apps

Google Assistant spricht Deutsch

Der Google Assistant gibt eine Selbstauskunft zu seinen Fähigkeiten.

Der Assistent in Googles intelligentem Messenger Allo beantwortet Fragen und hilft nicht mehr nur auf Englisch, sondern auch auf Deutsch. Dazu muss man die App nicht aktualisieren, das Update wurde offenbar Server-seitig eingespielt. Sagen Sie dem Assistenten einfach „Sprich Deutsch“, und er wird es fortan tun.

Fragt man ihn „Was kann ich dich fragen?“, gibt er eine Liste von Beispielfragen aus, zu denen er Antworten parat hat. So kann man ihn zum Beispiel nach Übersetzungen fragen („Hallo auf Spanisch“) oder sich „Restaurants in der Nähe“ anzeigen lassen. Bei der Frage nach News liefert er jetzt Nachrichten aus deutschsprachigen Quellen. Auch eine Reihe von Spielen beherrscht der Assistant, etwa Quizzes oder Solitaire. (jo@ct.de)

Wirtschaftsministerium will WLAN-Gesetz nachbessern

Die Bundesregierung reagiert auf des jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur WLAN-Störerhaftung: Schon rund drei Monate nach dem Inkrafttreten einer Gesetzesänderung zum Schutz der Hotspot-Anbieter vor Abmahn-Anwälten will man die Änderung nachbessern. Ein neuer Gesetzentwurf soll regeln, dass Betreiber unverschlüsselter WLANs wie Hotels oder Cafés nicht mehr die Kosten für Abmahnungen tragen müssen, wenn ein Gast illegale Inhalte herunterlädt. Die aktuelle Regelung lässt Abmahnern über den sogenannten „Unterlassungsanspruch“ Möglichkeiten, Geld einzutreiben.

Zudem will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) klarstellen, dass Betreiber nicht verpflichtet werden dürfen, ihr Netz zu verschlüsseln. Im Änderungsentwurf seines Hauses heißt es nun: „Diensteanbieter dürfen nicht verpflichtet werden, Nutzer zu registrieren oder ihr Netz zu schließen oder zu verschlüsseln“. Damit stellt sich das Ministerium gegen den EuGH. Laut dessen Urteil kann von WLAN-Betreibern verlangt werden, den Zugang im Falle einer Rechtsverletzung mit einem Passwort zu sichern (siehe c’t 21/16, S. 38). (hob@ct.de)

Store mit raubkopierten Apps verbreitet sich

Der Tutuapp-Store für iOS

Zahlreiche jugendliche Smartphone-Nutzer fallen offenbar auf einen chinesischen App-Store voller raubkopierter Apps für iOS und Android herein. Tausende Videos von jungen YouTubern empfehlen die Installation des Stores namens „Tutuapp“. „An der Schule meines Sohnes hat es jeder (!) installiert“, berichtet ein c’t-Leser. Hauptgrund ist offenbar eine gehackte Version von Pokemon Go, die es nur bei Tutuapp gibt.

Die Installationsanleitungen auf YouTube verschweigen allerdings das Risiko, dass die App-Kopien mit Spyware oder Malware verseucht sein könnten. Android-Nutzer müssen für Tutuapp lediglich die Installation aus unbekannten Quellen erlauben. Auch unter iOS lässt sich der Store leicht installieren, wenn der Nutzer einem Enterprise-Zertifikat einwilligt.

Apple äußerte sich bis Redaktionsschluss nicht zu der missbräuchlichen Verwendung des Zertifikats. Auch eine Woche nach der Anfrage von c’t ließ sich Tutuapp mit demselben Zertifikat weiterhin installieren. (cwo@ct.de)

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