c't 24/2016
S. 134
Praxis
Routerbau: Hardware
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Router-Rohbau

x86-Kompakt-Barebones für Router-Distributionen

Für einen selbst geschnitzten Multi-WAN-Router taugen abgelegte Alt-PCs nur als Notbehelf: Sie sind klobig, laut, fressen reichlich Strom und brauchen zusätzliche Ethernet-Ports. Kompakte PC-Barebones erfüllen den Zweck viel besser.

Für einen Multi-WAN-Router muss ein Rechner mindestens drei Ethernet-Schnittstellen besitzen. Ab Werk bringt er typischerweise aber nur eine mit. Man kann zwar Ports per USB-Adapter nachrüsten. Aber dabei würde viel Rechenzeit allein dafür draufgehen, die Daten durch den USB zu pressen. Per PCI-Express angebundene Onboard-Ports arbeiten wesentlich effizienter.

Der Prozessor sollte ein halbwegs flotter Dual-Core der Gigahertz-Klasse sein, wenn die Firewall einen größeren Regelsatz bearbeiten und der Router nebenbei etwa noch als VPN-Server arbeiten soll. Außerdem möchte man auch eine preisgünstige und vor allem energiesparsame CPU, um das System passiv, also geräuschlos, kühlen zu können. Prozessoren der Core-i-Klasse fallen folglich heraus.

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