c't 24/2016
S. 70
Know-how
Internet of Things

Elefantenrennen

Wie Mobilfunker das Internet der Dinge aufrollen

Das Internet der Dinge verspricht ein gewinnträchtiger Markt zu werden. Die Mobilfunkbranche springt zwar spät auf den Zug auf, entwickelt aber viel Dampf, um die Entwicklung an sich zu reißen.

Noch steckt das Internet der Dinge in den Kinderschuhen, aber Schätzungen zufolge wird die Branche Ende 2016 schon rund 160 Milliarden US-Dollar umgesetzt haben. Bis 2021 erwarten Analysten des Forschungsinstituts Research and Markets ein jährliches Wachstum von 33 Prozent auf schließlich 660 Milliarden US-Dollar. Die Mobilfunknetzbetreiber haben daran bisher wenig Anteil, wollen aber um so mehr von diesem Kuchen abschneiden. Sollte das gelingen, werden Telefónica, Telekom und Vodafone das Internet der Dinge maßgeblich prägen.

Beim Internet of Things, IoT, geht es schlicht darum, Dinge ins Internet zu bringen, deren Vernetzung bisher zu teuer war. Kandidaten sind Geräte mit Sensoren, etwa Wasserzähler, Maschinen, die sich steuern lassen oder auch Fahrzeuge. Auch neue Produktgruppen sind bereits erdacht, etwa Mülleimer, die den Füllstand melden, oder öffentliche Defibrillatoren, die Rettungsdienste alarmieren, wenn sie eingeschaltet werden. Die Ausgangslage ist einfach: Weil sich Kabel schlecht für so umfassende Vernetzungen eignen, setzt man auf Funk.

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