c't 25/2016
S. 44
News
Tonmeistertagung Köln

Objekte der Begierde

VR- und 3D-Audio auf der Tonmeistertagung in Köln

Mit Einführung der objektbasierten Audio-Produktion steht der Branche ein Paradigmenwechsel bevor, der alle Bereiche von der Mikrofonierung bis zur 3D-Wiedergabe betrifft.

Die 29. Tonmeistertagung in Köln stand ganz im Zeichen der objektbasierten Produktion. Sie löst sich vom bisherigen Denken in einzelnen Kanälen und erlaubt, Audio-Klänge in Echtzeit frei im dreidimensionalen Raum zu verschieben und auf beliebigen Wiedergabegeräten auszugeben – egal ob binaural für einen Kopfhörer oder mit mehr als 60 Lautsprechern in einem Theater.

Dazu werden neben den Audio-Objekten (das sind einzelne Streams) noch weitere Metadaten abgespeichert, die die Position im Raum sowie die Lautstärke festlegen. Erst im Abspielgerät wird dann ein Mix für die Ausgabe auf die jeweils zur Verfügung stehenden Lautsprecher und deren Position gerendert. So mancher Tonmeister ist allerdings skeptisch, ob die Vorteile des On-the-Fly-Renderns den Nachteil wettmachen, dass der Produzent die Kontrolle über den finalen Mix verliert.

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