c't 3/2016
S. 41
News
Apps

Auto-Launcher

AutoMate – Car Dashboard macht das Smartphone oder Tablet zum übersichtlichen Armaturenbrett.

AutoMate – Car Dashboard ist ein Android-Launcher für Autos. Ähnlich wie Android Auto stellt die App für Funktionen große und übersichtliche Schaltflächen bereit, die der Fahrer unterwegs benötigt: Navigation via Google Maps, Anrufe, Benachrichtigungen und den Musikplayer etwa.

Routenplaner-Vorgaben, Bildschirmsperre, Programmstart und -ende, Nachrichten vorlesen und automatisch beantworten et cetera: Das Verhalten der App lässt sich über die Einstellungen in vielerlei Hinsicht feintunen. AutoMate ist in einer eingeschränkten Version kostenlos. Die Vollversion kostet 3,47 Euro. (jo@ct.de)

Peach: Messaging mit „Zauberwörtern“

Ein neuer Star unter den Messengern? Die US-amerikanischen Medien jedenfalls feiern den im Dezember erschienenen Messenger Peach als „wilde Mischung aus Tumblr, Slack und sogar Telegram“. Eine Besonderheit der App mit dem niedlichen rosafarbenen Icon sind die „Magic Words“. Sie sollen es dem Anwender erleichtern, Orts- oder Wetterdaten, Termine im Kalender oder auch iOS-Informationen mit anderen zu teilen.

Die Schlüsselwörter rufen auf Wunsch den Ladezustand des Akkus ab oder erkennen Songs, die gerade im Hintergrund laufen. 20 solcher magischen Wörter umfasst die Liste aktuell. Peach ist gratis und derzeit nur für iOS erhältlich. (jo@ct.de)

Persönliche Twitter-Zeitung

Nuzzel zeigt, welche Inhalte im persönlichen Twitter-Freundeskreis häufig geteilt werden.

Twitter informiert schnell über aktuelle Ereignisse. Wer den Dienst intensiv nutzt, weiß aber auch, dass man damit viel Zeit verplempern kann. Insbesondere wer vielen Twitterern folgt, kommt kaum nach, immer alle Tweets zu lesen. Twitters „Trends“ filtern nur sehr grob wichtige Schlagwörter heraus.

Nuzzel ist ein besserer Aggregator für den Twitter-Stream. Er stellt aus der Timeline eine Liste „News from Friends“ zusammen, die danach sortiert ist, wie oft sie von Twitterern geteilt wurden, denen man folgt. Die App kann auf dem Mobilgerät oder per E-Mail alarmieren, wenn eine Nachricht von einer bestimmten Anzahl Twitterern geteilt wird.

Auf dieselbe Weise bereitet Nuzzel zwei weitere Listen mit den selbsterklärenden Namen „Friends of Friends“ und „May Have Missed“ auf. Nuzzel soll eigentlich auch die Facebook-Timeline aufbereiten; in unseren Versuchen funktionierte das aber nicht. Die App ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. (jo@ct.de)

Das Wetter als Infografik

Weather Timeline bereitet Wetterdaten außergewöhnlich schick auf.

Die sehr aufgeräumt gestaltete Android-App Weather Timeline stellt die Vorhersage für die nächste Woche als animierten Zeitstrahl dar. Die sogenannte Time Machine kennt auch das Wetter in der Vergangenheit und in ferner Zukunft. Für letztere Vorhersagen zieht Weather Timeline historische Daten heran.

Ebenfalls in Form sehr schicker, minimalistischer Infografiken präsentiert die App Temperatur, Niederschlag, Wind, Luftdruck und -feuchtigkeit. Ihre Daten kann sie von fünf verschiedenen Providern beziehen, darunter Forecast.io und Weather Underground.

Auf einer Radarkarte stellt die App den Verlauf von Regengebieten, Wolken und der Temperatur animiert dar. Sie hält Widgets der verschiedensten Formate und ein Watchface für Smartwatches bereit. Die App kostet 69 Cent. (jo@ct.de)

App hilft Flüchtlingen beim „Ankommen“

Für viele Flüchtlinge ist das Smartphone die wichtigste Verbindung zu ihren Familien. Mit der kostenlosen App namens Ankommen soll das Mobilgerät nun auch zu einem Wegbegleiter werden, der bei der Integration in die deutsche Gesellschaft hilft. In den fünf Sprachen Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Deutsch informieren einfache Texte über Rechte und Pflichten im Asylverfahren sowie über Kultur und Alltag in Deutschland. Die farbenfrohe App ist in drei Bereiche eingeteilt: „Deutsch lernen“, „Asyl, Ausbildung, Arbeit“ und „Leben in Deutschland“. In der Unterrubrik „Typisch deutsch?“ berichten Geflüchtete von ihren Erfahrungen: Der syrische Mathematikstudent Koriakes etwa sagt, dass die deutsche Sprache der Schlüssel zur Integration sei. Für ihn sei Deutsch sogar einfacher als Englisch, vor allem liebe er die Grammatik.

Zum Üben enthält die App einen interaktiven Sprachkurs, der grammatikalische Grundlagen vermittelt. Zusammengestellt hat den kleinen Kurs das Goethe-Institut. Angeboten wird die App vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit. Der Bayerische Rundfunk hat die App umgesetzt und die Entwicklung redaktionell begleitet.

Bis zum Redaktionsschluss gab es „Ankommen“ nur für Android, eine iOS-Version soll aber in Kürze erscheinen. Die App ist mit 42 MByte zwar recht groß, funktioniert dafür aber auch offline. (dbe@ct.de)

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