c't 3/2016
S. 45
News
Linux

Linux Mint 17.3 mit Xfce und KDE

Linux Mint 17.3 gibt es nun auch in einer Ausführung mit Xfce-Desktop.

Linux Mint 17.3 „Rosa“ ist nun auch mit Xfce- und KDE-Desktop erhältlich. Die Xfce-Edition der Linux-Distribution bringt die aktuelle Version 4.12 des Xfce-Desktops mit, eine weitere Ausgabe nutzt den KDE-Desktop 4.14. Beide verwenden den Anmeldemanager MDM 2.0. Auf dem neuesten Stand ist die mitgelieferte Büro-Software LibreOffice 5.0. Wie alle Ausgaben von Linux Mint 17.3 verwenden auch diese beiden die Pakete von Ubuntu 14.04.3 LTS, das dank Kernel 3.19 eine bessere Hardware-Unterstützung bietet als zuvor.

Linux Mint 17.3 Xfce und KDE stehen als ISO-Images für 32- und 64-Bit-x86-Systeme auf der Projekt-Website zum Download bereit. Mittlerweile lassen sich alle Installationen ab Linux Mint 17.0 per Update-Manager auf die neueste Version aktualisieren. Die für Mai/Juni 2016 angekündigte nächste Mint-Ausgabe 18 soll den Codenamen „Sarah“ tragen und auf Ubuntu 16.04 LTS aufbauen. (lmd@ct.de)

Git 2.7 verspricht bessere Performance

Beim neuen Git zeigt der grafische Repository-Browser gitk seine Bedienelemente auch auf besonders hochauflösenden Bildschirmen in einer adäquaten Größe an. Einige Renovierungsarbeiten an der internen Struktur sollen die Performance des Quellcode-Verwaltungswerkzeugs verbessern. Die Fehlersuche mit git bisect soll jetzt benutzerfreundlicher und robuster sein.

Das Kommando git p4 kann Bilder, Videos und andere lediglich binär vorliegenden Daten jetzt im Git LFS (Git Large File Storage) ablegen. Ferner gab es allerlei Optimierungen rund um git worktree; mit dieser erst bei 2.5 eingeführten Funktion lassen sich unterschiedliche Branches eines Git-Repositories in eigenen Verzeichnissen bereitstellen, um häufige Wechsel zwischen Branches zu vermeiden. (thl@ct.de)

Ansible 2.0 bringt Fehlerbehandlung

Die neue Version der Software zur Konfiguration, Administration und Orchestrierung von Computern führt „Task Blocks“ ein. Ähnlich wie bei Try/Except/Finally-Statements in Python lassen sich damit Fehler in den „Playbooks“ und „Tasks“ abfangen und handhaben; das soll die Entwicklung und Robustheit dieser vom Admin definierten Steuerungsanweisungen fördern.

Bei der neuen Version wurden viele Interna überarbeitet. Dadurch sind nun auch wieder Schleifen innerhalb von Include-Statements möglich, was nach Problemen in Ansible 1.6 deaktiviert worden war. Ansible 2.0 bringt ferner zweihundert neue Module, darunter etwa Modul-Sammlungen zur Verwaltung von OpenStack und die Anbindung an die Amazon Web Services. Eine Reihe von Verbesserungen gab es bei der Windows- und VMware-Unterstützung; zudem wurde das Docker-Modul grundlegend überarbeitet. (thl@ct.de)

PostgreSQL 9.5 führt UPSERT-Funktion ein

Unterstützung für das gemeinhin UPSERT genannte Verfahren ist eine der wichtigsten Neuerungen von PostgreSQL 9.5. Programme können die Datenbank darüber anweisen, wie sie eventuelle Konflikte beim Einfügen eines Datensatzes per INSERT handhaben sollen. MySQL und andere Datenbanken bieten eine vergleichbare Funktion schon länger; laut den Entwicklern beseitige die Funktion eine der letzten entscheidenden Hürden bei der Migration von MySQL-Anwendungen auf PostgreSQL.

Ebenfalls neu sind Zugriffsrechte auf Zeilenebene durch Row-Level Security (RLS). Die Entwickler haben ferner eine Reihe von Funktionen optimiert, die für größere Datenbanken und den Einsatz bei Big-Data-Analysen wichtig sind. Dazu gehört etwa das neue BRIN-Indexing, das die Suche in Tabellen mit natürlicher Sortierung deutlich beschleunigt. (thl@ct.de)

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