c't 4/2016
S. 62
Test
3D-Scanner

Modellierhilfe

3D-Handscanner von XYZprinting

Wer sich ein kleines Ersatzteil oder den Lieblingsgartenzwerg mit dem 3D-Drucker herstellen will, steht oft vor dem Problem, eine digitale Vorlage dafür zu finden. Ein 3D-Scanner hilft beim Modellieren – XYZprinting bietet nun für knapp 200 Euro ein Handgerät dafür an.

Ein kleines und nicht zu teures Gerät, mit dem sich Objekte einscannen und per 3D-Drucker reproduzieren lassen, wäre eine feine Sache. Das von seinem Hersteller XYZprinting etwas fantasielos 3D-Scanner genannte Gerät versucht, das mit einem RealSense-Sensor von Intel zu bewerkstelligen. Er beherbergt eine 1080p-USB-Kamera und einen Infrarot-Tiefensensor – ähnlich Microsofts Kinect. Sein Erfassungsbereich liegt etwa zwischen 10 und 70 Zentimetern. Entwicklern bietet Intel ein Software Development Kit (SDK), das den Zugriff auf die Sensordaten in eigenen Apps erleichtert. Bei der Installation des XYZ-Scanners landet denn auch zuerst Intels RealSense-Manager nebst SDK auf der Platte.

Der 3D-Handscanner von XYZprinting ist für die Bedienung mit der linken Hand konzipiert. Bei Rechtshändern führt das zu Unsicherheiten.

Die Installation in drei Schritten erledigt ein vom Hersteller mitgeliefertes Tool. Seine chinesische Oberfläche lässt sich auf Englisch umstellen. Im Test brach die Installation des RealSense-Treibers am Ende mit der Fehlermeldung ab, ein solches Gerät sei nicht vorhanden. Der Treiber war anschließend aber installiert. Während des Tests kam es immer wieder zu Fehlermeldungen, weil die automatische Update-Funktion von Windows 10 aktuelle RealSense-Treiber eingespielt hatte, mit denen die XYZ-Software aber nicht zusammenarbeitet.

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