c't 5/2016
S. 170
Know-how
Force Touch unter Android
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Hart angefasst

Force Touch unter Android in eigenen Apps nutzen

Einige Android-Smartphones können die Druckstärke des Fingers messen, andere emulieren das durch eine Messung der Auflagefläche. Apps können diesen Messwert zwar auswerten, doch Android unterstützt Force Touch nicht vollständig. Wir zeigen, was Entwickler für ihre Apps herausholen können und wo sie an Grenzen stoßen.

Force Touch – das ist einer der Namen der Technik, bei der ein Touchscreen die Intensität des Fingerdrucks erkennt und bei einem festen Druck eine andere Aktion auslöst als bei bloßer Berührung. Als erstes Smartphone kam damit das iPhone 6s in die Läden, nachdem Apples Smartwatch damit debütierte. BlackBerry zeigte etwas Ähnliches schon 2008 beim Storm, dort musste man das Display tatsächlich mechanisch herunterdrücken.

Im Android-Lager beherrschen derzeit zwei Geräte eine echte Druckerkennung, das Huawei Mate S – der Hersteller führte es sogar einige Tage vor dem Apple-Event vor – und das ZTE Axon Mini.

Rudimentäre Unterstützung

Doch die eigene App lässt sich nicht so ohne Weiteres fit für Force Touch machen, da Android die Technik nur rudimentär unterstützt. Zwar bietet Android schon lange eine Druckstufen-Abfrage, und zwar in Form der seit API1 vorhandenen und seit API5 Multitouch-fähigen Funktion MotionEvent.getPressure(). Aber diese Methode reicht bei Weitem nicht aus, sie zwingt experimentierfreudige Entwickler zu einigem Aufwand. Selbst dann ist unter Android nicht alles möglich, was unter iOS geht.

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