c't 5/2016
S. 78
Kaufberatung
Pro-Tablets
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Tablets für Fortgeschrittene

Profi-Tablet statt Notebook

Ob Apple, Google oder Microsoft: Alle drei großen Betriebssystem-Anbieter haben Profi-Tablets im Angebot. Mit großen Displays und ansteckbarem Tastaturen dienen sie sich sogar als Notebook-Ersatz an – zumindest für einige Anwender.

Wer unterwegs genauso produktiv sein will wie am Schreibtisch, kommt bisher kaum an Notebooks vorbei. Tablets locken hingegen mit ihrer Handlichkeit, der einfachen Touch-Bedienung und einer Reduzierung aufs Display, auf dem man Inhalte bequem ansieht und liest. Doch zwei Geräte gehen nicht nur ins Geld – sondern bedeuten auch doppeltes Geschleppe. Idealerweise kann ein Gerät beide Szenarien gleichermaßen bedienen.

Die Profi-Tablets Apple iPad Pro (rechts), Google Pixel C (Mitte) und Microsoft Surface Pro 4 (links) eint die Tablet-Form und die optionale Tastatur. Dennoch eignen sie sich nicht gleichermaßen als Notebook-Ersatz.

Genau das versprechen Apple iPad Pro, Google Pixel C und Microsoft Surface Pro 4. Sie sind als Tablet nicht in erster Linie auf Unterhaltung getrimmt, sondern stellen einen produktiven Einsatz in den Vordergrund. Für jedes gibt es ein Tastatur-Dock, um das Tablet aufzustellen und wie am Notebook zu schreiben und zu arbeiten.

Systemfrage

Während iPad Pro und Pixel C von Grund auf für Touch-Bedienung ausgelegt sind, bietet Windows 10 einen mit Maus gut und mit Fingern eher umständlich bedienbaren Kompromiss. An vielen Ecken scheint immer noch die auf Mäuse und Touchpads optimierte Desktop-Oberfläche früherer Windows-Versionen durch. Android kann ebenfalls mit beiden Eingabemethoden umgehen; dem iPad fehlt die Mausunterstützung komplett.

Die Software-Auswahl unterscheidet sich drastisch: Unter Windows laufen allerhand Profi-Anwendungen wie das vollständige Microsoft Office, Photoshop, Entwicklungsumgebungen oder CAD-Software – das alles fehlt Android und iOS. Auch wenn sich in deren App-Stores viele bekannte Namen wiederfinden, bleibt der Funktionsumfang unweigerlich hinter vollwertigen Desktop-Anwendungen zurück. Für viele Anwender reichen die verbliebenen Fähigkeiten dennoch völlig aus. Schreiben lässt sich auch mit dem abgespeckten Office, Mails sind am Tablet oft schneller verschickt und wer nur Urlaubsbilder aufhübschen will, kommt mit Touch-Apps oft direkter ans Ziel.

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