c't 6/2016
S. 152
Test
Stromspar-Mainboards
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Light-Mainboards

Sparsame Mainboards für Skylake-Prozessoren

Hauptplatinen für die sechste Generation der Core-i-Prozessoren und deren preiswerte Celeron- und Pentium-Abkömmlinge gibt es bereits ab 50 Euro zu kaufen. Die günstigen LGA1151-Mainboards kommen ohne Ausstattungsballast aus, was auch Strom spart.

Zum Start von Intels aktueller Skylake-Plattform im Herbst 2015 lieferten die Board-Hersteller zunächst frische Ware für High-End-Systeme und Übertakter. Nach den Platinen mit Z170- und H170-Chipsatz sind jetzt auch viele mit H110 und B150 erhältlich. Ihnen fehlen zwar einige Funktionen wie USB 3.1, RAID oder Steckplätze für M.2-SSDs, dafür liegen die Preise unter 100 Euro. Die üblichen Schnittstellen wie SATA 6G, USB 3.0 sowie ein bis zwei digitale Monitoranschlüsse bringen die preiswerten Boards jedoch mit. Zusammen mit den seit einigen Wochen erhältlichen Skylake-Celerons lässt sich so ein günstiger Bürorechner, Wohnzimmer-PC oder Server zusammenbauen.

Die überschaubare Ausstattung der billigeren Boards mindert auch deren Energiebedarf. Zusatz-Chips für USB 3.1 und weitere SATA-6G-Ports sowie PCIe-Switches für mehrere Grafikkarten-Steckplätze schlucken Strom. Obendrein sind teure Overclocking-Bretter mit Spannungswandler-Bausteinen zugepflastert, damit übertaktete Prozessoren bei erhöhter Kernspannung weit jenseits der Thermal Design Power (TDP) immer noch stabil laufen. Bei geringer Last arbeiten diese überzüchteten Schaltungen jedoch nicht sehr effizient.

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