c't 6/2016
S. 100
Praxis
WLAN: WiFi Direct
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WLAN ohne Router

Ad-hoc-Dateiübertragung und Repeater-Funktion mit WiFi Direct

Ohne Router kein Internet im Heimnetz. Wenig bekannt ist aber, dass für die schnelle Foto- oder Video-Übertragung zum Beispiel von Smartphone zu Smartphone ein Router überflüssig ist – er bremst die Übertragung sogar. Wir fassen zusammen, wie man alternative Techniken und Apps nutzt.

Es gibt diverse Methoden, um WLAN in jeden Winkel eines Hauses zu bringen – beispielsweise, indem man Funkwellen mittels spiegelndem Material in schlecht versorgte Bereiche lenkt, signaldämpfende Gegenstände aus dem Funkweg räumt, dem Router bessere Antennen spendiert oder das WLAN-Signal mit einem Repeater auffrischt. Einzelheiten dazu finden Sie in den Beiträgen ab Seite 86, 88 und 92. Alle darin genannten Methoden päppeln letztlich die Verbindung zum WLAN-Router auf. Diese sind aber nur erforderlich, wenn Sie bei schwachem WLAN-Signal aufs Internet oder auf Server im LAN zugreifen wollen.

Wenn es Ihnen um die Dateiübertragung von einem WLAN-Gerät zu einem anderen geht, etwa weil Sie Partygästen Fotos übermitteln wollen, brauchen Sie den Router nicht und können ihn sogar von unnötigem WhatsApp-, Dropbox- oder Mail-Verkehr entlasten – denn manche Nutzer verwenden solche Anwendungen aus Gewohnheit für Foto- und Video-Übertragungen, selbst wenn es ressourcenschonender und schneller geht. Sind nämlich Sender und Empfänger im selben Raum, ist eine direkte WLAN-Verbindung von Gerät zu Gerät die schnellere Alternative. So bleibt mehr WLAN- und DSL-Kapazität für die Anwendungen übrig, die sich an Adressaten fernab der Fete richten, und auch das Mobilfunkvolumen bleibt unangetastet.

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