c't 6/2016
S. 34
News
CeBIT 2016: Server & Storage

Großes Server-Gerät in Halle 2

IBMs Mainframe LinuxONE Rockhopper

In der CeBIT-Halle 2 findet ein Flächenkampf zwischen USA und China statt: IBM und Huawei bauen riesige Stände auf, um ihre jeweils riesigen Produktpaletten zu präsentieren.

Bei IBM spielen Dienstleistungen und Künstliche Intelligenz alias Cognitive Computing (siehe S.124) die Hauptrollen. Doch es gibt auch Storage- und Server-Hardware zu sehen, außerdem will man junge Firmen und Maker anlocken, etwa mit Cloud-Angeboten.

Zu den Hardware-Neuheiten zählt der Linux-Mainframe LinuxONE mit Hardware aus der z13-Baureihe und Red Hat, Suse oder Ubuntu als Betriebssystem. In der LinuxONE Rockhopper stecken bis zu 20 z-Prozessorkerne und 4 TByte RAM. Bei der größeren „Emperor“-Maschine können es bis zu 141 Kerne und 10 TByte RAM für maximal 8000 virtuelle Maschinen werden. Besonders bei der LinuxONE ist auch das Preissystem, bei dem vor allem nach Nutzung abgerechnet wird.

Bei Huawei stehen komplette Rechenzentren und Telekom-Infrastruktur im Vordergrund, aber es gibt außerdem Storage-Systeme sowie x86-Server. Über Systemhäuser wie ICO verkauft Huawei auch Server an kleinere Kunden. (ciw@ct.de)

IBM: Halle 2, Stand A10

Huawei: Halle 2, Stand B54

Xeon D mit 16 Kernen

Das X10SDV-7TP4F ist mit dem Octo-Core Xeon D-1537 bestückt, bald kommt eine Version mit 65-Watt-Sechzehnender Xeon D-1587.

Supermicro zeigt das Mainboard X10SDV-7TP8F mit dem System-on-Chip Xeon D-1587. Der 65-Watt-Chip enthält 16 Broadwell-Rechenkerne mit 32 Threads und steuert bis zu 128 GByte DDR4-ECC-Speicher an.

Auf dem aufgelöteten, also nicht wechselbaren Prozessor sitzt ein Kühlkörper, der auf einen Lüfter oder eine Lufthutze mit redundanten Ventilatoren angewiesen ist. Supermicro bringt acht Netzwerkports auf das Board: zwei SFP+-Fassungen für die beiden integrierten 10-GBit/s-Ethernet-Ports des Xeon D-1587, zusätzlich die vier 1-GBit/s-Ports eines Intel I350-AM4 und zwei I210-AT. Auch Fernwartung ist eingebaut (Aspeed AST2400).

Bis zu 20 Festplatten lassen sich direkt anschließen: Vier an den SATA-Ports des Xeon D, 16 weitere über vier Mini-SAS-HD-Buchsen am Avago-Chip LSI 2116. Das Board lässt sich mit zwei PCIe-x8-Karten erweitern. (ciw@ct.de)

Supermicro: Halle 12, Stand A68/B67

Open Stack, OpenPOWER und OwnCloud

In Halle 12 veranstaltet die britische Firma Datacenter Dynamics (DCD) zum zweiten Mal die DCD Converged Conference, die Trends bei Server, Storage und Rechenzentren vorstellt. In diesem Jahr ist der Eintritt zu den Vorträgen auf den zwei Bühnen frei; man findet sie im Westen und Osten der Halle. Im Osten geht es unter dem Motto Stacking IT um Open-Source-Lösungen wie OpenStack, die CPU-Architektur OpenPOWER und OwnCloud. Zu den Sprechern gehören Monty Taylor von der OpenStack Foundation (Montag, 12.30 Uhr), Calista Redmond und David Turek von IBM/OpenPOWER (Dienstag, 12 und 13.30 Uhr) und Holger Dyroff von OwnCloud (Donnerstag, 13.45 Uhr).

Zwischen den DCD-Bühnen verteilen sich Aussteller mit Produkten aus dem erwähnten Themenkreis, etwa Rittal, proRZ Rechenzentrumsbau oder der USA-Gemeinschaftsstand mit Firmen wie Supermicro, Eurostor oder Open-e. Auch die NAS-Hersteller QNAP und Synology haben sich in Halle 12 angesiedelt. (ciw@ct.de)

DCD Stacking IT-Stage: Halle 12, Stand B81

Rittal: Halle 12, Stand B33

proRZ: Halle 12, Stand B15

USA Gemeinschaftsstand: Halle 12, Stand A68

QNAP: Halle 12, Stand B75

Synology: Halle 12, Stand B59

Verteiltes Storage-System Amplidata Himalaya

Das Object-Storage-System Amplidata Himalaya verteilt Daten auf viele Festplatten oder SSDs und mehrere geografische Standorte.

Die Firma DTS Systeme vertreibt das verteilte Speichersystem Himalaya Enterprise der heutigen HGST-Sparte Amplidata. Die Daten liegen dabei auf mehreren physischen Systemen, die sich auf viele Racks verteilen können und sogar auf geografisch weit voneinander entfernte Rechenzentren.

Das im belgischen Gent entwickelte Object-Storage-System skaliert in den Multi-Petabyte-Bereich und schützt Daten per Erasure Coding vor dem gleichzeitigen Ausfall von bis zu 19 Festplatten oder SSDs (BitSpread). Durch den parallelen Zugriff auf viele Objekte gleichzeitig sind Datenraten von mehreren 100 MByte/s pro Stream möglich. Die Gateway-Server stellen die Daten nach Bedarf via CIFS (Samba/SMB), iSCSI, NFS und Amazon-S3-kompatibel bereit. (ciw@ct.de)

DTS Systeme: Halle 6, Stand E16

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Ergänzungen & Berichtigungen

Quantum Lattus statt Amplidata Himalaya

Statt Amplidata von HGST verkauft DTS Systeme das Object-Storage-System Quantum Lattus, das ebenfalls die Amplidata-Technik verwendet.