c't 7/2016
S. 74
Reportage
VR-Spiel Carpe Lucem

Blumenbestrahlung

VR-Spiel Carpe Lucem aus Deutschland

Mit Virtual Reality kann auch aus einem simplen Spielprinzip ein aufregender Traumwelt-Ausflug werden: Das beweist Carpe Lucem vom deutschen Entwicklerteam Hammer Labs. Besonders faszinierend: Die Levels wurden per Hand-Controller in der VR gestaltet.

Schaut man Oliver Eberlei beim Arbeiten zu, sieht das sehr ungewöhnlich aus: Mit zwei Controllern in der Hand steht er in seinem Büro in Tönisvorst und fuchtelt in der Luft herum. Auf dem Kopf trägt er eine Vive-Virtual-Reality-Brille. Eberlei gestaltet so die Levels seines Spiels Carpe Lucem, das im April erscheinen soll – und da es sich dabei um ein Virtual-Reality-Spiel handelt, nutzt er VR fürs Leveldesign. Die futuristische Arbeitsmethode ist für ihn vollkommen einleuchtend: „Es ist in VR viel einfacher als am Monitor, Objekte vernünftig im Raum anzuordnen“, erzählt er.

In Carpe Lucem muss man farbige Lichtstrahlen in „Blumen“ umleiten.

In Carpe Lucem – „Nutze das Licht“– muss der Spieler Lichtstrahlen mit Optiken und anderen Hilfsmitteln so umleiten, dass sie am Ende auf eine Art mechanische Blume leuchten. Lichtquellen und Blumen haben unterschiedliche Farben – und die Blüten öffnen sich erst dann, wenn sie mit der korrespondierenden Lichtfarbe bestrahlt werden. Hat man alle Blüten geöffnet, ist das Level geschafft.

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