c't 7/2016
S. 38
News
Anwendungen

Grafikpaket mit Real-Time-Stylus-Unterstützung

Die Vorschaufunktion des Font Manager aus der CorelDraw Graphics Suite X8 erleichtert die Suche nach passenden Schriften.

Das sieben Einzelanwendungen umfassende Grafikpaket CorelDraw Graphics Suite erhält in Version X8 zum ersten Mal einen Schriftmanager aus eigenem Hause – die Vorgängerversionen hatten Bitstreams Font Navigator an Bord. Das Font Manager getaufte Programm verwaltet Schriftensammlungen, soll die Suche nach bestimmten Schrifttypen erleichtern und bietet eine Vorschaufunktion.

Kleinere Updates hat der Vektorzeichner CorelDraw bekommen: Er blendet jetzt auf Wunsch einzelne Objekte oder Objektgruppen aus, was sich positiv auf die Arbeit mit komplexen Dokumenten auswirken soll. Kurvensegmente lassen sich kopieren und als Objekte einfügen. Die Knotenauswahl wurde verbessert. Für realistischere Schatten soll die Verwendung des Gaußschen Unschärfeverlaufs sorgen.

Neben CorelDraw wurde auch Corel Photo-Paint um ein neues Schriftlistenfeld erweitert. Der Bildbearbeiter hat zudem ein Reparaturklon-Werkzeug erhalten. Dieser korrigiert unter anderem Hautunreinheiten auf Porträtfotos. Dazu retuschiert Photo-Paint beispielsweise Pickel mit einer zur Farbe des umgebenden Bereichs passenden Struktur. Für Verbesserungen bei Architekturaufnahmen begradigt die Bildbearbeitung jetzt perspektivische Verzerrungen. Die neue Version der Grafiksuite unterstützt 4K-Monitore; Vektorzeichner und Bildbearbeitung akzeptieren jetzt auch Eingaben mit einem drucksensitiven Real-Time-Stylus. Die vollständig skalierbare Bedienoberfläche passt Bildschirminhalte an Displays unterschiedlicher Größe und Auflösung an. CorelDraw Graphics Suite X8 läuft unter Windows ab Version 7. Die Vollversion kostet 700 Euro, ein Upgrade 350 Euro. Alternativ steht ein Abo-Modell zur Verfügung. Dessen Preise bewegen sich je nach Laufzeit zwischen 20 und 35 Euro pro Monat. (mre@ct.de)

PDF-Paket für Techniker

Revu 2016 erstellt aus Markierungen eine Legende, die sich bei nachträglichen Änderungen aktualisiert.

Revu ist wie Acrobat eine Kombination aus PDF-Erzeuger und -Editor, richtet sich allerdings an technische Anwender. Revu 2016 gibt es in drei Ausführungen für Windows 7 bis 10: Die 308 Euro teure Standard-Version erstellt zwar 3D-PDFs, kommt aber ohne Plug-ins, mit denen sich 2D-PDFs direkt aus AutoCAD, Revit und SolidWorks und 3D-PDFs aus Revit, Navisworks, SketchUp Pro und IFC-Dateien erstellen lassen. Diese Plug-ins sind in der CAD-Version für 368 Euro enthalten. Den vollen Funktionsumfang samt OCR und Formular-Generator bringt die eXtreme-Variante für 463 Euro.

In Revu 2016 hat Hersteller Bluebeam an den Anmerkungen (Mark-ups), der Stapelverarbeitung und der Texterkennung gefeilt. So lassen sich Anmerkungen wie etwa farbige Markierungen oder Symbole in einer Legende übersichtlich zusammenfassen. Die Einträge bleiben mit den Mark-ups verknüpft und aktualisieren sich dynamisch nach Änderungen. Sämtliche in einem oder mehreren Dokumenten enthaltene Mark-ups lassen sich als Bericht im PDF-, XML- oder CSV-Format exportieren.

Außerdem wurde die OCR in Revu eXtreme verbessert. Sie soll schneller und präziser arbeiten und jetzt auch vertikal ausgerichteten Text erkennen. Die Funktion AutoMark erstellt automatisch Lesezeichen aus Texten, die bestimmte Schrifteigenschaften besitzen. Auch an deren Zeichenerkennungstechnik hat der Hersteller geschraubt. (atr@ct.de)

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