c't 8/2016
S. 32
News
Apple

Apple-Watch: Rasenmähersteuerung und EKG-Armband

Steuerung vom Handgelenk aus: Husqvarna hat seine Steuerungs-App für die hauseigenen Rasenmäherroboter für die Apple Watch angepasst.

Mit Automower Connect stellt Husqvarna eine App für Apples Smartwatch vor, über die sich die hauseigenen Rasenmähroboter 320, 330X sowie 450X per WLAN und aus dem Internet steuern lassen; Automower-Mäher sind ab rund 2300 Euro erhältlich. Ähnlich der bereits veröffentlichten iPhone-App zeigt die Watch-App den Gerätestatus und sendet auf Fingerdruck die Befehle „Start“, „Stopp“ und „Parken“ an den Automaten. Umgekehrt gibt die App Alarme inklusive aktueller Positionsangaben des Roboters wieder, falls er unerlaubt von seinem Platz entfernt wurde.

Zeichnen EKGs auf und warnen Träger bei Vorhofflimmern: das Nachrüstarmband und die Apple-Watch-Anwendung von AliveCor

Die US-Firma AliveCor hat ihr EKG-Armband für die Apple Watch fertiggestellt. Das Kardia Band soll ein professionelles (medical grade) Elektrokardiogramm mittels eigener Sensoren aufnehmen und an die Apple-Watch-App übertragen. Laut Hersteller warnt die App den Träger vor einem Herzinfarkt, falls sie in den Messdaten ein Vorhofflimmern erkennt. AliveCor erwartet nun die Zulassung des Kardia Band in den USA. Die Kosten werden auf rund 200 US-Dollar geschätzt. (dz@ct.de)

Apple aktualisiert OS X auf Version 10.11.4

Apples OS-X-Version El Capitan soll mit dem Update auf Version 10.11.4 „Stabilität, Kompatibilität und Sicherheit“ von Macs verbessern. Enthalten sind aber auch mehrere Neuerungen: Notizen lassen sich verschlüsseln, E-Books und PDF-Dokumente mit der integrierten App iBooks über die iCloud synchronisieren und die Nachrichten-App des Macs kann die mit dem iPhone 6s eingeführten Live-Fotos empfangen und abspielen.

Außerdem stopft die Aktualisierung in rund 40 Bereichen des Betriebssystems Sicherheitslücken und beseitigt Probleme, darunter Verbindungsabbrüche mit USB-Audiogeräten und Blockaden des Safari-Browsers durch JavaScript-Dialoge. Sicherheitsverbesserungen stecken etwa in den Bereichen WLAN, QuickTime, Kernel, OpenSSL, OpenSSH, Nachrichten, Erinnerungen, Grafiktreiber, dyld-Bibliothek und auch im separat erhältlichen Browser Safari 9.1.

Das Security Update 2016-002 richtet sich an OS X 10.9.5 (Mavericks) und OS X 10.10.5 (Yosemite). Der OS X Server 5.1 bringt neben Sicherheits-Updates die TLS-Verschlüsselung 1.2 mit und außerdem neue Funktionen für Bildungsinstitutionen beim Management von Geräten mit iOS 9.3. (dz@ct.de)

Xcode 7.3 mit zahlreichen Debugger-Verbesserungen

Apple hat seine Entwicklungsumgebung Xcode in Version 7.3 veröffentlicht. Sie enthält unter anderem die aktuelle Version der hauseigenen Programmiersprache Swift, die ebenfalls Neuerungen enthält. Beispielsweise kann Swift nun mit Ausdrücken wie #file, #line, #column und #function sowie associatedtype umgehen.

In Xcode kann man Live Views in iOS- und OS-X-Playgrounds mit Nutzerinteraktionen versehen und Videos in Playground-Kommentare einfügen. Eine Analyseeinheit weist auf fehlende Lokalisierungsoptionen und fehlerhaften Gebrauch von Objective-C-Generics hin. Auf alternative Toolchains wie die von der Swift-Website kann man über eigene Menüpunkte zugreifen.

Besonders viele Änderungen stecken im Debugger. Beim LLDB-Einsatz lädt die Objective-C-Ausdrucksprüfung implizit alle Module, die im Quellkontext importiert wurden, um den Debugging-Vorgang zu verein­fachen. Der GPU-Frame-Debugger bietet Shader Profiling für OpenGL-ES-Anwendungen mit einem sekundären Kontext zum Laden von Ressourcen.

Die automatische Codeergänzung im Editor beschleunigt die Eingabe von Symbolen, Methoden und Namen von Eigenschaften. Zudem bietet sie Vorschläge anhand von eingegebenen Anfangsbuchstaben. Xcode 7.3 läuft auf OS X ab Version 10.11 und enthält SDKs für iOS 9.3, watchOS 2.2, OS X 10.11.4 und tvOS 9.2. (dz@ct.de)

VoLTE-Dienst im Telekom-Mobilfunketz

Gut zwei Monate nach dem Start der IP-basierten Mobiltelefonie Voice over LTE (VoLTE) liefert die Deutsche Telekom nun auch passende Konfigurationsdaten für das iPhone aus (Netzbetreibereinstellungen). Für den Dienst muss man die kostenlose Tarifoption Voice over LTE zum Laufzeitvertrag hinzubuchen. Das geht wahlweise im Online-Kundencenter (siehe „Tarifoptionen anzeigen/ändern“, „Handy-Dienste“), über die Hotline oder die Ladengeschäfte des Mobilfunkanbieters.

VoLTE setzt iOS-seitig ein iPhone 6 oder neueres Modell voraus. Außerdem muss auf dem iPhone das neue iOS 9.3 installiert sein. Die Funktion schaltet man in „Einstellungen“, „Mobiles Netz“ „Datenoptionen“, „LTE aktivieren“, „Sprache & Daten“ ein. Falls die Option fehlt, aktualisiert man die Netzbetreibereinstellungen der Telekom („Einstellungen“, „Allgemein“, „Info“).

Mit VoLTE werden Internet-Verbindungen bei ein- oder ausgehenden Anrufen nicht unterbrochen und der Verbindungsaufbau läuft spürbar schneller ab. Ohne VoLTE müssen LTE-Geräte für Mobiltelefonate auf 3G- oder 2G-Netze zurückschalten (Circuit Switched Fallback, CSFB), was mehr Energie kostet und den Verbindungsaufbau spürbar verlängert.

Im Netz von Vodafone und Telefónica O2 lässt sich VoLTE mit dem iPhone seit Juli beziehungsweise September 2015 nutzen. (dz@ct.de)

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