c't 9/2016
S. 70
Vorsicht, Kunde
Kündigung
Aufmacherbild

Abgesoffen

O2 akzeptiert form- und fristgerechte Kündigung nicht

Wenige Mausklicks reichen, um einen Mobilfunkvertrag oder Internetzugang zu bestellen. Bei der Kündigung hingegen bauen viele Unternehmen zusätzliche Hürden auf. Manche Kündigung bleibt deshalb auf der Strecke.

Manfred H. ist schon seit Ewigkeiten Kunde bei O2: Als er seinen Vertrag abschloss, hieß das Unternehmen noch Viag Interkom. Schon lange ärgerte er sich über die schlechte Netzabdeckung zu Hause, die immer wieder zu Problemen mit SMS-TANs beim Online-Banking führte. Am 3. November 2015 beschloss er deshalb, seinen Vertrag zu kündigen und zu einem Netzbetreiber mit besserer Abdeckung zu wechseln.

Das gestaltete sich nicht ganz einfach: O2 verlangt vom Kunden, dass er seine Kündigung „online vormerkt“; anschließend muss er sie telefonisch bestätigen. Und genau an dieser Bestätigung scheiterte Manfred H. „Ich landete in einer Warteschleife und bekam die Ansage, dass die Wartezeit 45 Minuten betrage“, erinnert er sich. So lange wollte er nicht warten.

Kommentare lesen (1 Beitrag)