c't 9/2016
S. 46
News
Anwendungen

Capella Reader erhält Touch-Modus

Der Capella Reader 8 zeigt Capella-, MIDI- und Music-XML-Dateien als Noten an und spielt sie ab.

Capella Reader öffnet digitale Partituren und spielt diese ab. Version 8 der kostenlosen Notenlese-Software läuft zum ersten Mal nicht nur unter Windows ab Vista, sondern auch unter OS X ab 10.7. Der Hersteller hat den Reader um eine separate Touch-Oberfläche erweitert; der Desktop-Modus wurde ebenfalls überarbeitet. Mit der neuen Funktion „animiertes Blättern“ blättert man mit der Maus ähnlich wie in Partituren aus Papier.

Capella Reader 8 öffnet neben den hauseigenen Dateiformaten CAP und CAPX auch Midi- und Music-XML-Dateien, zeigt diese an und spielt sie ab. Einzelne Stimmen lassen sich stumm schalten. Version 8 greift auf die neue Soundfont-Technik zurück, mit der man jeder Tonspur eines Stücks einen eigenen Klang zuweisen kann. (mre@ct.de)

Google verschenkt Nik Collection

Google bietet das Bildbearbeitungspaket Nik Collection künftig kostenlos an. Es enthält sieben Photoshop-kompatible Plug-ins: Color Efex Pro für Farbeffekte, Silver Efex Pro zur Schwarzweißumsetzung und Filmsimulation, Analog Efex Pro für analoge Farb-Looks, Viveza zur selektiven Korrektur, HDR Efex Pro für HDR-Zusammensetzung, Sharpener Pro zum Schärfen und Dfine für die Rauschreduzierung.

Im September 2012 hatte Google den Software-Hersteller Nik übernommen, den Preis der Profi-Plug-ins von 500 auf 150 US-Dollar gesenkt und später das Heimanwender-Tool Snapseed in Android integriert. Die Entwicklung der Nik Collection wurde seit der Google-Akquise praktisch eingestellt. Die Nik-Plug-ins galten 2012 als das Beste am Markt und sind immer noch gut, fallen aber stetig hinter die Konkurrenz etwa von onOne zurück. Sie stehen für Windows und OS X zum Download bereit. (akr@ct.de)

Bilderkennung bei Shutterstock

Die Medienagentur Shutterstock analysiert hochgeladene Fotos und schlägt inhaltlich passende Bilder dazu vor.

Die Medienagentur Shutterstock bietet ab sofort eine Bilderkennung auf Grundlage neuronaler Netzwerke an, die nach ähnlichen Bildern sucht. Dabei laden Kunden ein Bild hoch oder wählen eins aus der Shutterstock-Bibliothek aus. Der Algorithmus analysiert es und schlägt ähnliche Bilder vor. Künftig soll die Funktion auch bei der Videosuche helfen. Nach wie vor bietet das Portal eine textbasierte Suchfunktion an. Neben dem Eingabefeld dafür findet sich nun ein Kamerasymbol für den Foto-Upload. Die Suchergebnisse lassen sich zu den Shutterstock-Preisen erwerben. Minimum sind 5 Bilder für 39 Euro.

Facebook setzt seit Kurzem ebenfalls Bilderkennung ein, um Bilder für Menschen mit Sehbehinderung zu beschreiben. Die Funktion steht bisher aber nur in englischsprachigen iOS-Apps zur Verfügung (mehr dazu auf Seite 39). (akr@ct.de)

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